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08.07.2019

Verein backup: Mehr als finanzielle Soforthilfe.

Auch in diesem Jahr veranstalten wir die Benefiz-Tetboot-Regatta "Job-TransFair geht baden" zugunsten des Vereins backup. Warum der Verein 2011 ins Leben gerufen wurde und wie er Transitarbeitskräften und TeilnehmerInnen in finanziellen Krisen zugute kommt, schildert die Vereinsobfrau DSAin Eva Obemeata-Gimoh.

Herr Z. hat einen Job in Aussicht. Vor der Arbeitsaufnahme muss er noch geeignete Kleidung besorgen. Die Ausgaben dafür werden vom Verein backup abgedeckt. Herr Z. weist nach dem Kauf die Rechnung vor.
Frau M., Alleinerzieherin mit 3 Kindern, wird in einem Schreiben von Wien Energie die Sperre der Zufuhr von Gas und Strom angedroht. Frau M. ist einige Teilzahlungen schuldig, MA 40 und Caritas übernehmen nur einen Teil der offenen Rechnungen. Der Verein backup deckt die restliche Schuld ab und Frau M. kann sich nun ohne Existenzängste der Arbeitssuche widmen.

Ehrenamtliche Hilfe in akuten finanziellen Krisen

Die Sozialarbeiterin und Betriebsrätin i.R. Eva Obemeata-Gimoh gründete 2011 gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen ehrenamtlich den Verein backup, der Transitarbeitskräfte und TeilnehmerInnen sozial-ökonomischer Einrichtungen in Wien in akuten finanziellen Notlagen unterstützt. Ein persönliches Erlebnis Obemeata-Gimohs gab den Anstoß dafür: „Kurz nach meinem Eintritt bei Job-TransFair als Sozialarbeiterin kam freitags ein Familienvater zu mir in die Beratung", schildert sie. "Im Gespräch vertraute er mir an, dass ihm kein Geld zur Verfügung steht, um Lebensmittel und Windeln für das Wochenende zu kaufen. Diese Akut-Situation und die anschließende spontane Spendensammlung im Büro war 2005 der Ausgangspunkt, um gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen einen Sozialfonds zu gründen“, erzählt Obemeata-Gimoh.

Nachhaltige Verbesserung der Lebensumstände

Aus dem Sozialfonds konstituierte sich 2011 der Verein backup, der im Jahr 2018 26 Teilnehmerinnen und Transitarbeitskräfte in Summe mit EUR 6.960,48 unterstützt hat. Das Ziel des Vereins geht jedoch über finanzielle Soforthilfe hinaus, vielmehr soll dadurch eine nachhaltige Verbesserung der Lebensumstände der Betroffenen initiiert werden. „Die akute finanzielle Notlage ist für uns als Sozialarbeiterinnen ein wichtiger Ausgangspunkt, der fast immer auf tiefer liegende Probleme im sozialen Umfeld verweist“, erzählt Eva Obemeata. „Ich und meine Kolleginnen prüfen daher jedes Ansuchen sehr genau und klären mit dem oder der Betroffenen, wo man gemeinsam ansetzen könnte – z.B. mithilfe einer Schuldenregulierung, der Beantragung von Beihilfen etc.“

Verein backup 2018: Ein Überblick

  • 26 TeilnehmerInnen und Transitarbeitskräfte wurden in Summe mit € 6.960,48 unterstützt.
  • Zusätzlich wurden 325 Lebensmittelgutscheine à € 10,- an Sozialarbeiter*innen in den sozial-ökonomischen Einrichtungen ausgegeben.
    • Für 11 Personen wurden für Kosten der Delogierungsprävention und Energiekosten € 4.267,05 ausgegeben.
    • Für die Beschaffung fehlender Dokumente, Fahrtkosten und Ankauf von für eine Beschäftigungsaufnahme notwendiger Kleidung wurden an 4 Personen € 483,40
    • und für Gesundheitskosten wurden an 4 Personen € 883,73 ausgezahlt.
    • Für Lebenserhaltungskosten und notwendige Reparaturen an Haushaltsgeräten wurden an 7 Personen € 1.326,30 ausgegeben.


Durch ihre Unterstützung können wir unsere Arbeit weiterführen:

Danke an die Sozialarbeiter*innen in den sozialökonomischen Einrichtungen für die gute Zusammenarbeit! Sie übernehmen die Antragstellung und arbeiten gemeinsam mit den Klient*innen an der Verbesserung ihrer Lebenssituation.

Danke an die Mitarbeiter*innen in den sozialökonomischen Einrichtungen!

Danke an alle Spender*innen!


Für den Verein:
Obfrau DSAin Eva Obemeata-Gimoh office@vereinbackup.wien
Verein backup
IBAN AT872011128368783401
Erste Bank

 

 


KONTAKT ZENTRALE

Linke Wienzeile 10/21, A-1060 Wien

Telefon: +43 1 585 39 91, Fax: -14
E-Mail: office@jobtransfair.at

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