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07.12.2016

Unsere neueste Erfolgsgeschichte

Robert Otahal, transFairiert als Schankhilfe im Schmauswaberl.

„Ihr habt euch für meine Fähigkeiten und Talente interessiert und etwas für mich gesucht, das dazu passt“.

Ein schönes Kompliment unseres ehemaligen Teilnehmers Robert Otahal. Nach persönlichen Schicksalsschlägen steht der 52jährige gelernte Kunsttischler und Instrumentenbauer finanziell wieder auf eigenen Beinen und abends im Wiener Traditionsbeisl Schmauswaberl an der Theke.

Dort unterstützt er die betagte Besitzerin Maria Uitz, von den Gästen liebevoll „Oma“ genannt, beim Ausschank von Speisen und Getränken. Nebenbei führt er eine kleine Reparaturwerkstatt für Streich- und Seiteninstrumente und steht regelmäßig mit seiner Band „Rojah und die Jazzpiraten“ auf der Bühne.

Doch einen Schritt zurück. Das bewegte Berufsleben des gebürtigen Linzers im Zeitraffer: Nach einer Tischlerlehre und Ausflügen ins Vertriebs- und Gastronomiefach, fand Robert Otahal Mitte der 90er Jahre seine Berufung: im zweiten Bildungsweg absolvierte er eine Ausbildung zum Instrumentenbauer für Streich- und Seiteninstrumenteerzeuger in Hallstatt, die er im Jahr 2000 mit der Meisterprüfung abschloss. Danach war er über 10 Jahre selbständig als Kunsttischler, Instrumentenbauer und Antiquitätenhändler tätig.

Jazzpirat serviert und repariert

Dann kamen der Konkurs und die Scheidung. Herr Otahal musste seine Werkstatt aufgeben und war plötzlich arbeitslos – eine schwere Zeit für den 52jährigen: „Die Lethargie der Arbeitslosigkeit ist schlimm“, erzählt er. „Wenn es einem nicht gut geht und man denkt ‚mich braucht eh niemand‘. Genau dann können soziale Unternehmen wie Job-TransFair eine große Hilfe sein“, ist er heute überzeugt.

Denn zunächst stand er Job-TransFair eher kritisch gegenüber. Erst die gute Zusammenarbeit mit seinen Personalberatern Harald Seiler und Guido Ruzicska konnte an seiner negativen Einstellung etwas ändern: „Beide haben sich die Zeit genommen, genau hinzuhören: Wo liegen meine Interessen und Talente und in welche Richtung könnte es gehen“, erzählt Robert Otahal. „Als dann eine auf sechs Monate befristete Stelle als Kellner mit Inkasso in der KÜMMEREI (Anm. der sozial-ökonomische Betrieb von Job-TransFair) frei wurde, habe ich mich erfolgreich beworben. Der Standort in der Sargfabrik hat mich sofort interessiert und in der Gastronomie hatte ich schon Berufserfahrung.“
KÜMMEREI-Koordinatorin Manon Neuer erinnert sich gerne an ihren ehemaligen „Transitmitarbeiter“: „Ich habe ihn als sehr engagiert erlebt und er hatte sichtlich Spaß in der Bar zu arbeiten. Aufgrund seiner Affinität zur Musik und auch seiner Rolle in seiner Band war das natürlich der ideale Arbeitsplatz für ihn“, erzählt Neuer.


Ein halbes Jahr später - mit aufgefrischtem Service-Know-How und gestärktem Selbstbewusstsein, fokussierte Robert Otahal seine Jobsuche auf die Gastronomie und wurde rasch fündig: Im Familienbetrieb Schmauswaberl im 6. Wiener Gemeindebezirk. Dort war man auf der Suche nach einer Schankhilfe, weil die Tochter des Hauses aus gesundheitlichen Gründen ausfiel.

Seit September 2016 unterstützt Robert Otahal nun Maria Uitz im Lokal und ist mit seinem neuen Job hochzufrieden. Die Dienstzeiten bieten ihm die Möglichkeit, seine Reparatur-Werkstatt für Musikinstrumente im Nebenerwerb weiter zu führen. Außerdem ist er täglich mit Menschen in Kontakt, die seine Leidenschaft für die Musik teilen.

 

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