ERFOLGE

Nicole Longin: Es ist schön, die täglichen Fortschritte der Kinder mitzuerleben und sie ein Stück ihres Weges zu begleiten!

Unsere neueste Erfolgsgeschichte Nicole Longin.

„Die tägliche Arbeit mit den Kleinen ist wunderschön und lässt sich perfekt mit der Betreuung meiner beiden eigenen Töchter verbinden“, erzählt unsere ehemalige Transitarbeitskraft Nicole Longin an ihrem bunten neuen Arbeitsplatz in Meidling.

Nicole Longin ist gelernte Einzelhandelskauffrau und Quereinsteigerin in der Kinderbetreuung nach einer längeren Phase der Jobsuche. „Die Arbeitszeiten waren mein großer Stolperstein beim Wiedereinstieg nach der Karenz“, erzählt die sympathische 30-Jährige. „Wochenenddienste und tägliche Einsatzzeiten bis 20 Uhr werden im Handel vorausgesetzt, waren für mich als alleinerziehende Mutter jedoch nicht machbar“, so Longin.

Im Jahr 2014 kam Nicole Longin das erste Mal zu Job-TransFair und absolvierte über eine Partnerorganisation eine Ausbildung zum Fitness-Coach/Personal Trainer. Da jedoch auch in diesem Berufsfeld Abenddienste – teilweise bis Mitternacht – vorausgesetzt werden, kam es danach zu keinem beruflichen Neustart im Fitness-Bereich. Auf ihren eigenen Wunsch wurde Nicole Longin vom AMS Wien 2015 erneut zu Job-TransFair zugebucht.

Mit Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen zum Traumjob

Im Rahmen eines Beratungsgesprächs gab ihr Personalberater Michael Buchegger die entscheidende Anregung zum beruflichen Richtungswechsel: „Ich könnte sie mir auch gut in der Kinderbetreuung vorstellen, aber was sagen Sie dazu?“
Was er nicht wissen konnte – Frau Longin hatte als Jugendliche tatsächlich überlegt, die Ausbildung als Kindergartenpädagogin zu machen. Sie nutzte daher die Chance ihren Jugendtraum wahrzumachen und verfolgte ihre neue Bewerbungsstrategie mit Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen. Im Mai 2015 wurde sie dafür mit einem neuen Job in der Kindergruppe Kuschelbär als Kindergartenhelferin belohnt und absolvierte inzwischen erfolgreich die Ausbildung zur Kindergruppen-Betreuerin.

„Eine bessere Mitarbeiterin könnte ich mir nicht wünschen“, betont ihre Chefin Sabine Stoczek, die Leiterin der Kindergruppe Kuschelbär. Frau Longin war ihr gleich beim Vorstelltermin sehr sympathisch und hat die in sie gesetzten Erwartungen als Assistentin weit übertroffen. „Es hat mich gefreut, dass sie großes Interesse zeigte, ihre Qualifikationen zu erweitern, und ich habe sie gerne in ihrem Wunsch bestärkt, die Ausbildung als Kindergruppenbetreuerin zu absolvieren“, so Stoczek.

„Nicole Longin hat gezeigt, dass mit Eigeninitiative und Fleiß sehr viel möglich ist, sagt Personalberater Michael Buchegger. Er und das gesamte Job-TransFair Team gratulieren Nicole Longin zu ihren hervorragenden Leistungen und wünschen ihr alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!

 

 

Wilfried Schagl: "Manchmal ist der Schritt zurück notwendig, um zwei Schritte nach vorne machen zu können!"

Eine Notfall-OP mit anschließenden Komplikationen schleuderte Wilfried Schagl mit 55 Jahren abrupt aus dem Berufsleben. Mit Unterstützung von Job-TransFair fand er nach insgesamt drei Jahren Zwangspause eine neue berufliche Herausforderung als Alleinbuchhalter im Pflegeheim der Kreuzschwestern Laxenburg.

„Ich bin noch nie so gerne arbeiten gegangen, wie jetzt“, schmunzelt Wilfried Schagl. Nach seinem Job-Einstieg im Jänner 2016 arbeitete er sich in ein neues Buchhaltungssystem ein und war von Anfang an fachlich gefordert. „Das Abwechslungsreiche in einem kleinen Betrieb war mir immer lieber als das Spezialistentum im Großbetrieb“, erzählt der gebürtige Bad Vöslauer.

50+ und klassisch überqualifiziert?

Über dreißig Jahre lang war Wilfried Schagl als „one man show“ in der Buchhaltung tätig, vor seinem körperlichen Zusammenbruch für einen gemeinnützigen Wiener Verein. „Wenn man seinen Job gut macht, ist man nur schwer ersetzbar, das ist ein schönes Gefühl“, erzählt er. Doch nach mehreren Operationen und einer langwierigen Phase der Rehabilitation wurde er dennoch gekündigt. Die folgenden Monate „Zuhause“ empfand er als persönliche Katastrophe. Neben den finanziellen Einbußen verlor er mit seinem Job einen wichtigen Teil seines Lebensinhalts. „Ich bin zwar begabt, mich selbst zu beschäftigen, aber irgendwann hatte auch ich Durchhänger“, erzählt Schagl. Die Suche nach einer neuen Stelle gestaltete sich zäh. Auf seine zahlreichen Bewerbungen erhielt er nur Absagen. „Klassisch überqualifiziert“ hörte er dabei des Öfteren.

Mit neuer Motivation und Offenheit zum Joberfolg!

Bei einer Berufsinformationsmesse für über 50-Jährige im Wiener Rathaus  stieß er am Informationsstand von Job-TransFair auf Personalberaterin Jacqueline Proksch. Nach einem kurzen Gespräch mit ihr, entschied er sich, das Job-TransFair- Betreuungsangebot wahrzunehmen. Die Zusammenarbeit mit seiner Personalberaterin empfand er dabei rückblickend als äußerst wertvoll und motivierend: „Vor allem die wöchentlichen Jobcoachings, wo ich Frau Proksch zeigen konnte, welche Bewerbungsaktivitäten ich konkret gesetzt hatte“, sagt Schagl. Nachlassen kam für ihn somit nicht mehr infrage.
Aus dem großen Pool von Job-TransFair Partnerfirmen konnte Jaqueline Proksch ihm nach etwa zwei Monaten den entscheidenden Vorstelltermin im Pflegeheim der Kreuzschwestern Laxenburg organisieren.

Ich war zunächst nicht sicher, ob ein geistlicher Orden als Arbeitgeber zu mir passt und habe das auch beim Vorstellungsgespräch thematisiert: „Erstens bin ich verpartnert, zweitens aus der Kirche ausgetreten und drittens seit fast 3 Jahren arbeitslos“, berichtete er seinen GesprächspartnerInnen. Doch keiner der genannten Punkte wurde seitens der Leitung als Ausschlussgrund für die Stelle gesehen. „Diese offene Haltung meiner Person gegenüber hat mich positiv überrascht“, erzählt Schagl. Im Oktober 2016 nahm er ein fixes Dienstverhältnis als Buchhalter im Pflegeheim der Kreuzschwestern Laxenburg an.

Menschen in einer ähnlichen Situation rät er vor allem, sich nicht unterkriegen zu lassen: „Manchmal ist der Schritt zurück notwendig, um zwei Schritte nach vorn machen zu können“.

Ali Murtaza Ahadi: "Nicht aufgeben, weiterhin bewerben und aktiv seine Ziele verfolgen!"

Ali Murtaza Ahadi flüchtete 2013 aus Kabul nach Österreich und hat mit Unterstützung der Job-TransFair GmbH im Restaurant Nordsee eine beeindruckende Erfolgsgeschichte hingelegt. „Job-TransFair hat mir viele Möglichkeiten eröffnet und mein Chef hat in mir ein Potential gesehen – darüber bin ich sehr glücklich“, erzählt Herr Ahadi, der seine Vorgesetzten trotz anfänglicher Sprachbarrieren innerhalb kürzester Zeit mit Fleiß, Lernwillen und seinem freundlichen Wesen überzeugte. Inzwischen wird der 21jährige zur ersten Thekenkraft ausgebildet.

Das nachfolgende Interview wurde von Mag.a Karolina Franz, Personalberaterin im Fairmittlungsteam 9, aufgezeichnet.

Wie alt sind Sie?

Ich bin 21 Jahre alt.

Woher kommen Sie ursprünglich?

Ich komme aus Afghanistan – aus Kabul.

2013 bin ich nach Österreich gekommen. Meine Mutter und meine Geschwister waren schon seit 3 Jahren in Österreich, und ich bin dann nachgekommen. Zunächst ist unsere Familie nach Pakistan gegangen. Danach sind meine Mutter und meine Geschwister nach Österreich gekommen, und ich bin dann mit meinem Vater nachgekommen. Das Visum für Österreich haben wir über die österreichische Botschaft in Pakistan erhalten.

Welche Ausbildung/welchen Beruf haben Sie in Ihrem Heimatland ausgeübt?

Ich habe in Afghanistan eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann gemacht und in der Telekommunikation bei der Firma etisalat gearbeitet. Diese Firma ist mit A1 in Österreich vergleichbar.

Wie konnten wir (Job-TransFair) Ihnen bei der Jobsuche helfen?

Job-TransFair hat mir viele Möglichkeiten eröffnet. Meine Personalberaterin Mag.a Franz hat mich bei der Jobsuche unterstützt. Ich habe einen neuen Lebenslauf erstellt und ein neues Foto erhalten. Ich habe das Gefühl, dass der Lebenslauf, den ich bei Job-TransFair überarbeitet habe, bei den Unternehmen besser angekommen ist. Auch bei der Vorbereitung auf Vorstelltermine wurde ich unterstützt. Vorher wusste ich gar nicht, wie man Bewerbungen schickt. Dann haben wir zusätzliche Wege gemeinsam ausgearbeitet, wie ich meinen Lebenslauf an Unternehmen weitergeben kann. Auch die Gespräche mit Frau Franz und Herrn Schrittwieser waren sehr unterstützend. Die Begleitung während der Überlassung war sehr gut. Ich bin sehr froh und dankbar für die Unterstützung seitens Job-TransFair.

Wie haben Sie so schnell Deutsch gelernt?

Ich war 6 Monate bei Interface. Danach habe ich die Pflichtschule in Österreich abgeschlossen. Danach habe ich den Deutschkurs B1 besucht. Während der Überlassung habe ich weiterhin selbständig Deutsch gelernt und die B1 Prüfung bestanden. Gleichzeitig lerne ich für den Führerschein. Bei der Arbeit habe ich Kontakt zu vielen verschiedenen Personen und den Mitarbeitern, sodass ich in sehr kurzer Zeit noch größere Fortschritte gemacht habe.

Was gefällt Ihnen bei der Nordsee am besten?

Die Mitarbeiter sind sehr nett. Alle haben mir sehr geholfen und haben mich unterstützt. Auch der Filialleiter Roland Reitbauer und der Assistent haben mich sehr unterstützt. Sie haben mir Schulungen bei der Nordsee ermöglicht, bei denen ich sehr viel gelernt habe. Mein Chef hat in mir ein Potential gesehen. Am Anfang war aufgrund sprachlicher Barrieren nicht klar, wie meine Chancen bei der Nordsee sind. Nach drei Wochen hat mir der Chef gesagt, dass ich sehr gut arbeite und dass er mich über Ausbildungen unterstützen möchte. Jetzt mache ich die Ausbildung zur ersten Thekenkraft. Bei der Nordsee gefallen mir am meisten die Teamarbeit, die Professionalität, die Einhaltung der hygienischen Richtlinien, freundliche Kundenbetreuung und die regelmäßige Unterstützung von meinem Chef.

Was wünschen Sie sich für ihre (berufliche) Zukunft?

Mein Ziel ist es, die Ausbildung bei der Nordsee zu machen und viel Erfahrung zu sammeln um 1. Thekenkraft bei der Nordsee zu sein.

Welchen Rat würden Sie arbeitslosen Menschen geben?

Dass sie nicht aufgeben und dass sie sich weiterhin bewerben und aktiv ihre Ziele verfolgen.

Wie ging es Ihnen, als Sie 2013 nach Österreich kamen?

Ich war sehr froh, dass ich vom Staat die Unterstützung bekommen habe. Ich konnte einen Schulabschluss machen und Deutschkurse besuchen. Ich habe auch rasch Freunde gefunden.
Wie geht es Ihnen jetzt?
Ich bin jetzt sehr glücklich, dass ich eine sehr gute Beschäftigung und tolle Arbeitskollegen habe, die mich unterstützen. Und ich bin sehr glücklich, dass ich einen Chef habe, der mein Potential erkannt hat und mich auf meinem beruflichen Weg unterstützt.

Kurt Neumann: "Mein Selbstbewusstsein hat enorm profitiert!"

„Die dreieinhalb Jahre Arbeitslosigkeit waren die Hölle, doch jetzt gehe ich wieder aufrecht durchs Leben“ sagt Kurt Neumann. Der 56jährige Wiener hat mit Unterstützung von Job-TransFair einen neuen Job als Business-KundInnenberater für Telekommunikation bei der Firma Kappeter (MCE-mobil) gefunden. Uns erzählt er an seinem neuen Arbeitsplatz im 18. Bezirk über die schwierige Zeit als „Arbeitsloser“ und wie es ihm heute geht.

Mit 53 eingespart und am Boden zerstört

„Was müssen wir Ihnen zahlen, damit Sie Ende des Monats gehen?“ Dieser Satz leitete Mitte August 2012 Kurt Neumanns beruflichen Super-GAU ein. „Ich stimmte schweren Herzens der Einvernehmlichen zu, doch mir war bewusst, dass die Jobsuche hart wird“, erzählt er. Wie zermürbend die nächsten dreieinhalb Jahre tatsächlich für den ehemaligen Filialleiter eines großen Foto-, Hörgeräte und Elektronikunternehmens sein würden, konnte er sich damals kaum vorstellen. Auf seine zahlreichen Bewerbungen bekam er – wenn es überhaupt Reaktionen gab - ausschließlich Absagen, teilweise innerhalb kürzester Zeit. „Mir drängte sich schon der Verdacht auf, dass da zuallererst und ausschließlich auf das Geburtsdatum geschaut wurde“, so Neumann.
Über die wohl schwierigste Zeit seines Lebens erzählt Kurt Neumann schonungslos offen: „Ich war damals völlig am Boden und das Jahr 2015 würde ich am liebsten streichen. Sogar Medikamente musste ich einnehmen, so schlecht ging es mir. Ich bin meiner Frau unendlich dankbar, dass sie zu mir stand. Zum Glück hatte sie eine Vollzeit-Stelle und wir kamen finanziell durch. Doch es war schwer meine schlechte Stimmung auszuhalten und mit der Ungewissheit zu leben, wie es weiter geht. Unsere Beziehung war davon stark belastet“.

Durch Job-Transfair Erfolg bei der Jobsuche

Inzwischen kann Kurt Neumann wieder lachen, denn seine berufliche und private Situation hat sich stark verbessert. Überraschender Wendepunkt war eine Jobmesse im AMS Hauffgasse: „Ich betrat den Raum und sofort steuerte eine Frau geradewegs auf mich zu. Wie kann ich Ihnen helfen?, fragte sie mich freundlich aber bestimmt“. „Suchen Sie mir einen neuen Job!“, war seine ebenso bestimmte Antwort. Beide lachten und das Eis war gebrochen. Bei der Dame handelte es sich um Mag. Bernhild Preis, Kurt Neumanns spätere Personalberaterin. Nach einem Gespräch mit ihr entschied er sich, es mit Job-TransFair zu probieren und wurde schon nach kurzer Zeit ins Beschäftigungsprojekt „DIE KÜMMEREI“ übernommen. Dort half er Arbeitssuchenden unter Anleitung der Personalberater von Job-TransFair bei der Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen. Parallel dazu ermöglichte ihm Job-TransFair eine Coaching-Ausbildung beim bfi Wien.

„Die Zeit bei Job-TransFair hatte großen Anteil an meinem Erfolg bei der Jobsuche“, betont Kurt Neumann. „Ich kam in dieser Zeit wieder unter Leute, mochte meine Aufgabe und die KollegInnen. Mein Selbstbewusstsein hat davon enorm profitiert“. Er ist nicht sicher, ob er Martin Kappeter, den Geschäftsführer der Firma MCE-mobil, davor ebenso von sich überzeugt hätte.

Mit Jänner 2017 wurde Kurt Neumann als KundInnen-Berater fix ins Stammpersonal des Mobilfunk- und Telekommunikationsunternehmens übernommen. Sein neuer Chef hat inzwischen schon vier MitarbeiterInnen über Job-TransFair gefunden: „Die Förderungen spielen sicherlich eine Rolle, als Kleinunternehmer schätze ich aber vor allem die gute Personalvorauswahl durch meine langjährige Betreuerin Mag. Bernhild Preis“, erzählt Martin Kappeter. Das Alter der BewerberInnen spielt für ihn nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sei die Bereitschaft, etwas Neues zu lernen und ein spürbares Engagement, sich ins Team einzufügen. An Kurt Neumann schätzt er außerdem seine hohe Loyalität. „Ich kann mich hundert Prozent auf ihn verlassen“.

Sabine Luksch: „Niemand schenkt dir einen Job – Selbstmotivation ist alles!“

Unsere ehemalige Teilnehmerin Sabine Luksch bereiste als erfolgreiches Model die Metropolen der Welt, bevor sie in Wien eine Familie und ein Musikunternehmen gründete. Nach der Scheidung ihrer Ehe musste sie eine schwere finanzielle und persönliche Krise bewältigen. Job-TransFair stand ihr in dieser Zeit unterstützend zur Seite. Uns erzählt sie an ihrem neuen Arbeitsplatz im grätzlhotel, wie es ihr heute geht, und was sie von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen raten würde.

„Wenn mir jemand vor zehn Jahren gesagt hätte, dass ich beruflich in der Hotellerie landen werde …“, schmunzelt Sabine Luksch. Die gebürtige Frankfurterin empfängt uns im „Rosenverkäufer“, einer Design-Suite für Individualreisende am Meidlinger Markt. Als Hausdame kümmert sie sich um den perfekten Auftritt der insgesamt 21 Hotelsuiten des grätzlhotel an 3 Standorten in Wien. Dazu gehört neben der Organisation des sog. Housekeepings auch die Personal- und Lagerführung sowie die Feingestaltung und Dekoration der Zimmer.

„Ich bin absolute Quereinsteigerin im Hotelfach, doch ein Gefühl für Ästhetik und gesunden Menschenverstand würde ich mir auf jeden Fall zuschreiben“, sagt Luksch. Eigenschaften, die sie bereits mit 16 Jahren erprobte, als sie die bekannte Fotografin Elfie Semotan als Model nach Wien holte. Das Mode-Business blieb die nächsten 20 Jahre ihre berufliche Heimat und damit auch Modemetropolen wie Paris, Madrid und New York.

Happy End in Wien? Leider nein …

Die Liebe führte Sabine Luksch schließlich auch privat nach Wien, wo sie Ende der 80er Jahre eine Familie gründete und in den folgenden Jahren beruflich im Musik-Management Fuß fasste. Zusammen mit ihrem zweiten Ehemann baute sie ab 2004 ein Tonstudio sowie einen erfolgreichen Musikverlag auf. Doch leider zerbrach ihre Ehe, die Scheidung mutierte zum Rosenkrieg und Frau Luksch erkrankte an einer Depression. „Ich war plötzlich Alleinerzieherin, mein Ex-Mann stellte alle Zahlungen ein und als Selbständige bekam ich kein Arbeitslosengeld. Ich war verzweifelt.“ In dieser äußerst schwierigen Lebensphase wurde sie vom Arbeitsmarktservice zu Job-TransFair geschickt, wo sie von Personalberater Harald Seiler, den TrainerInnen Werner Huber und Waltraud Elmer-Libiseller sowie Sozialarbeiterin Minoo Mirkhani mit viel Engagement und Sensibilität beraten und unterstützt wurde.

Mit Mut und Selbstmotivation in eine völlig neue Branche

Als gesuchte Berufsfelder fasste Sabine Luksch zunächst Büroassistentin und Empfangsmitarbeiterin ins Auge, doch sie war auch dazu bereit, in eine andere Richtung zu gehen. Diese Offenheit würde sie auch jedem/r Betroffenen raten: „Niemand schenkt dir einen Job, gerade in einem gewissen Alter sollte man Flexibilität zeigen“, so Luksch. Die Selbstmotivation des/der Einzelnen würde sie als einen zweiten Schlüsselfaktor bei der Jobsuche sehen. Nach kurzen Zwischenstationen als Verkäuferin im sozial-ökonomischen Betrieb DIE KÜMMEREI und „Salat-Mamsell“ im Gourmetlokal Salon Plafond, nahm Frau Luksch eine Stelle im Bereich Housekeeping im grätzlhotel an, die sich als Glücksgriff erwies. „Mein neuer Beruf erfüllt mich sehr, auch weil meine Geschäftsführerin Potenzial in mir sieht und mein Aufgabengebiet Schritt für Schritt erweitert hat“ erzählt Luksch. Inzwischen ist sie auch für die Personalauswahl zuständig und arbeitet dabei gerne mit ihrem ehemaligen Personalberater Harald Seiler zusammen. Er konnte ihr bereits eine weitere Job-TransFair Teilnehmerin für das grätzlhotel-Team fairmitteln.

 

 

Robert Otahal: „Ihr habt euch für meine Fähigkeiten und Talente interessiert und etwas für mich gesucht, das dazu passt“.

Ein schönes Kompliment unseres ehemaligen Teilnehmers Robert Otahal. Nach persönlichen Schicksalsschlägen steht der 52jährige gelernte Kunsttischler und Instrumentenbauer finanziell wieder auf eigenen Beinen und abends im Wiener Traditionsbeisl Schmauswaberl an der Theke.
Dort unterstützt er die betagte Besitzerin Maria Uitz, von den Gästen liebevoll „Oma“ genannt, beim Ausschank von Speisen und Getränken. Nebenbei führt er eine kleine Reparaturwerkstatt für Streich- und Seiteninstrumente und steht regelmäßig mit seiner Band „Rojah und die Jazzpiraten“ auf der Bühne.

Doch einen Schritt zurück. Das bewegte Berufsleben des gebürtigen Linzers im Zeitraffer: Nach einer Tischlerlehre und Ausflügen ins Vertriebs- und Gastronomiefach, fand Robert Otahal Mitte der 90er Jahre seine Berufung: im zweiten Bildungsweg absolvierte er eine Ausbildung zum Instrumentenbauer für Streich- und Seiteninstrumenteerzeuger in Hallstatt, die er im Jahr 2000 mit der Meisterprüfung abschloss. Danach war er über 10 Jahre selbständig als Kunsttischler, Instrumentenbauer und Antiquitätenhändler tätig.

Jazzpirat serviert und repariert

Dann kamen der Konkurs und die Scheidung. Herr Otahal musste seine Werkstatt aufgeben und war plötzlich arbeitslos – eine schwere Zeit für den 52jährigen: „Die Lethargie der Arbeitslosigkeit ist schlimm“, erzählt er. „Wenn es einem nicht gut geht und man denkt ‚mich braucht eh niemand‘. Genau dann können soziale Unternehmen wie Job-TransFair eine große Hilfe sein“, ist er heute überzeugt.

Denn zunächst stand er Job-TransFair eher kritisch gegenüber. Erst die gute Zusammenarbeit mit seinen Personalberatern Harald Seiler und Guido Ruzicska konnte an seiner negativen Einstellung etwas ändern: „Beide haben sich die Zeit genommen, genau hinzuhören: Wo liegen meine Interessen und Talente und in welche Richtung könnte es gehen“, erzählt Robert Otahal. „Als dann eine auf sechs Monate befristete Stelle als Kellner mit Inkasso in der KÜMMEREI (Anm. der sozial-ökonomische Betrieb von Job-TransFair) frei wurde, habe ich mich erfolgreich beworben. Der Standort in der Sargfabrik hat mich sofort interessiert und in der Gastronomie hatte ich schon Berufserfahrung.“
KÜMMEREI-Koordinatorin Manon Neuer erinnert sich gerne an ihren ehemaligen „Transitmitarbeiter“: „Ich habe ihn als sehr engagiert erlebt und er hatte sichtlich Spaß in der Bar zu arbeiten. Aufgrund seiner Affinität zur Musik und auch seiner Rolle in seiner Band war das natürlich der ideale Arbeitsplatz für ihn“, erzählt Neuer.


Ein halbes Jahr später - mit aufgefrischtem Service-Know-How und gestärktem Selbstbewusstsein, fokussierte Robert Otahal seine Jobsuche auf die Gastronomie und wurde rasch fündig: Im Familienbetrieb Schmauswaberl im 6. Wiener Gemeindebezirk. Dort war man auf der Suche nach einer Schankhilfe, weil die Tochter des Hauses aus gesundheitlichen Gründen ausfiel.

Seit September 2016 unterstützt Robert Otahal nun Maria Uitz im Lokal und ist mit seinem neuen Job hochzufrieden. Die Dienstzeiten bieten ihm die Möglichkeit, seine Reparatur-Werkstatt für Musikinstrumente im Nebenerwerb weiter zu führen. Außerdem ist er täglich mit Menschen in Kontakt, die seine Leidenschaft für die Musik teilen.

 

 

Erika Tóth: „Mit meiner Zusatzausbildung als Fußpflegerin bin ich endlich als vollwertige Arbeitskraft anerkannt“.

Frau Tóth ist Kosmetikerin. Obwohl sie ihre Ausbildung in Ungarn an einer internationalen Akademie absolviert hat und danach als selbständige Kosmetikerin gearbeitet hat, wurde diese in Österreich nicht anerkannt. Frau Tóth bekam immer nur kurzfristige oder geringfügige Anstellungen angeboten, was sie zu einer Stammkundin des AMS werden ließ.


Als Frau Tóth vor 4 Jahren nach Österreich kam, musste sie nochmals ganz von vorne beginnen. Im ersten Jahr war sie als Küchenhilfskraft in einem Hotel in der Steiermark tätig. Danach begann der Versuch, wieder als Kosmetikerin Fuß zu fassen mit wechselndem Erfolg und einer Reihe von prekären Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Kosmetik-Salons. Immer wenn sie eine volle Anstellung wollte, wurde ihr mitgeteilt, dass ihre Ausbildung nicht anerkannt sei, und dass ihr Zusatzqualifikationen fehlen würden.


Mit finanzierter Zusatzausbildung in ein unbefristetes Dienstverhältnis

Als sie zu Job-TransFair kam, hatte sie gerade wieder eine geringfügige Beschäftigung in einem Kosmetikstudio im 13. Wiener Gemeindebezirk. Ihre Beraterin bei Job-TransFair nahm mit der Firma Kontakt auf, um eine Zusammenarbeit und eine Anstellung in einem größeren Ausmaß zu versuchen. Dabei stellte sich heraus, dass mit einer Qualifikation zur Fußpflegerin eine bessere Auslastung und damit auch eine langfristige Beschäftigung möglich wäre. So kamen Frau Tóth, ihre Arbeitgeberin, das Kosmetikstudio Uschi Bacher und Job-TransFair überein, ihr die Ausbildung als Fußpflegerin an einem Wiener Institut zu finanzieren. Nach 3-monatiger Ausbildungszeit legte Frau Tóth ihre Abschlussprüfung mit „gutem Erfolg“ ab und wurde daraufhin von ihrer Arbeitgeberin mit 30 Stunden angestellt.


Nach Ende der Überlassungszeit hat das Kosmetikstudio Uschi Bacher Frau Tóth in ein unbefristetes Dienstverhältnis übernommen. „Frau Toth ist eine gute, verlässliche Mitarbeiterin und ich freue mich, dass ich sie in meinem Unternehmen langfristig halten kann“, freut sich ihre Arbeitgeberin.

 

 

Preet De-Cillia: „Jetzt ist meine Familie wieder stolz auf mich!“

Der aus dem Punjab stammende studierte Chemiker flüchtete 1990 mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern vor den verheerenden Rassenunruhen nach Österreich.

Eher zufällig fand er eine Anstellung als Küchenhilfe bei Do & Co – was ihm damals aber gerade recht kam, da er praktisch keine Sprachkenntnisse hatte – wurde aber schon bald in die Patisserie für die Austrian Airlines versetzt. Dort lernte er das Handwerk von der Pike auf und verbrachte fast 18 Jahre in dieser Abteilung, welche zum Teil auch für das Catering der Formel 1 zuständig war.
Durch eine  Umstrukturierung verlor er diesen Job und kam - nach über einem Jahr der Jobsuche - über das AMS zu Job-TransFair. Als Berufswunsch gab er Küchenhilfe an. Seine Betreuerin konnte auch relativ rasch ein Praktikum vereinbaren. Nach kurzer Zeit brach Herr De-Cillia dieses Praktikum aber von sich aus ab, weil er sich unterfordert und zu Höherem berufen fühlte.

Die Liebe zum Apfelstrudel wird zum neuen Beruf

Bei Job-TransFair traf er auf den ehemaligen Betriebsleiter der AIDA, Herrn Kosek, den er noch aus der gemeinsamen Zeit bei Do & Co kannte. Als dieser erfuhr, dass Herr De-Cillia schon so lange auf der Suche war, sagte er sofort zu, ihn in der AIDA-Produktion einzusetzen.
Es folgte eine knapp einjährige Überlassung. „Wir haben gesehen, dass Herr De-Cillia ein
sehr guter Mann ist, den wir gerne bei uns haben würden“, so das Resümee von
Andreas Harlander, dem jetzigen Betriebsleiter. Nachdem sich die Personalabteilung mit
Job-TransFair in Verbindung gesetzt hatte, ging die organisatorische Abwicklung sehr rasch und einer Übernahme in das fixe Dienstverhältnis bei der AIDA Produktionsgesellschaft m.b.H. & Co. KG im Herbst 2014 stand nichts mehr im Wege.
„Meine Beraterin Frau Katharina hat sich immer ganz toll um mich gekümmert, auch als ich schon bei der AIDA war, hat sie sich immer wieder erkundigt, wie es mir geht, und ob ich etwas brauche. Am Anfang hat sie mir auch sehr mit den Unterlagen geholfen.“

Nunmehr ist Herr De-Cillia seit 1 ½ Jahren bei der AIDA tätig, und auch privat hat sich alles gut entwickelt. Sein Sohn steht knapp vor dem Abschluss seines IT-Studiums und die Tochter studiert Medientechnik. Die ganze Familie ist sehr glücklich, und stolz dass ihr verantwortungsbewusster Vater wieder einen guten Job hat, und zum Familienunterhalt beitragen kann.
„In Indien habe ich das alles nicht gekannt, aber ich liebe Topfengolatschen und Apfelstrudel“ strahlt - der trotzdem noch erstaunlich schlanke - Preet De-Cillia über das ganze Gesicht.


Andina Andrei: „Jetzt spür’ ich mich wieder leben!“

Klein, quirlig, blitzende Augen und ein bezauberndes Lächeln für ihre KollegInnen und speziell auch für alle BewohnerInnen; so eilt Frau Andrei energiegeladen mit dem Servierwagen voller frischen Obst um die Ecke. „Das ist genau der Beruf, von dem ich immer geträumt habe!“

Der Weg dorthin war für die 36-jährige Rumänin aber mehr als beschwerlich. Bereits in ihrer Heimat hatte sie die Ausbildung zur Heimhilfe absolviert, konnte aber als Mutter von drei kleinen Söhnen – mittlerweile 18, 16 und 14 Jahre - den Beruf kaum ausüben.
Als 2012 ihr Gatte verstarb verschlechterte sich ihre wirtschaftliche Situation dermaßen, dass sie ihre Buben packte und nach Wien zog.

Hier nahm sie den ersten Job an, der ihr als „Ausländerin“ ohne nennenswerte Sprachkenntnisse angeboten wurde: Sie landete als Hilfskraft in einer Großküche. Nach einem halben Jahr musste sie die Stelle kündigen. „Ich habe es dort nicht länger ausgehalten“ erinnert sie sich an diese schwere Zeit. „Aber ich habe mich entschlossen, unbedingt zu versuchen in meinem Traumberuf zu arbeiten.“
Also meldete sie sich beim AMS und reichte ihre rumänischen Zeugnisse bei der MA 40 zur Nostrifizierung ein. Diese Überprüfung dauerte nahezu ein dreiviertel Jahr und endete zur großen Enttäuschung von Frau Andrei nur mit der Genehmigung für die Arbeit als Apothekenhelferin.
Also suchte sie sich eine Praktikumsstelle für die fehlenden 120 Praktikumsstunden und absolvierte zusätzlich einen Kurs für weitere 20 Ausbildungsstunden. Damit hatte sie dann endgültig die geforderten Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Heimhelferin beisammen. Ganz stolz reichte sie aufs Neue Praktikumsbestätigungen, Zeugnisse und sonstigen Unterlagen bei der MA 40 ein.

„Das ist dann ganz schnell gegangen, schon nach drei Tagen habe ich dann den Bescheid bekommen“ freut sie sich noch immer über diesen glücklichen Moment, ab dem sie ganz offiziell in Österreich als Heimhilfe arbeiten durfte.
Wenige Tage später, den Bescheid hatte sie in der Zwischenzeit ja bereits erhalten, wurde sie vom AMS zu einem Kennenlerntermin bei Job-TransFair eingeladen.
„Dort waren alle sehr nett zu mir und als ich gebeten habe einen Computer-Kurs machen zu können hat das auch gleich geklappt. Der Kurs war zwei Wochen lang sehr intensiv. Ich habe auch gleich einen neuen Lebenslauf und meine Bewerbung gemacht.“
Während dieser Zeit hat sie im Bewerbungsbüro im Internet natürlich nach Stellen als Heimhilfe gesucht, leider wurden aber hauptsächlich mobile Dienste gesucht. „Ich liebe meinen Job, aber als mobile Heimhelferin kann ich mit drei Buben nicht arbeiten. Aber dann habe ich während der Bewerbungsarbeit gesehen, dass das Haus der Barmherzigkeit gerade eine freie Stelle als stationäre Heimhelferin hat. Da habe ich meine neuen Bewerbungsunterlagen von meinem Job-TransFair USB Stick genommen und gleich die Bewerbung abgeschickt und schon wenige Tage später die Nachricht erhalten, ich soll mir telefonisch einen Termin ausmachen!“

Stationäre Heimhelferin – Vereinbarkeit von Traumjob und Familie

„Das ist bei uns so Usus, dass wir mit BewerberInnen zuerst einmal ein kurzes Telefoninterview machen.“ berichtet DGKS Simone Niernsee, die Stationsleiterin, über den weiteren Verlauf. „Adina war eine von mehreren BewerberInnen, sie hat aber sofort einen positiven Eindruck hinterlassen. Von ihrer offenen Art, die auch die BewohnerInnen sehr schätzen, und dass sie, trotz ihrer Lebensgeschichte so positiv und motiviert ist; da war sie wirklich herausragend unter allen BewerberInnen.“
„Ich bin glücklich, ich habe jetzt den Job von dem ich immer schon geträumt habe, gutes Team, auch die BewohnerInnen sind sehr nett und lieb; ich bin ganz einfach glücklich! Jetzt spür’ ich mich wieder leben, wirklich!“

Auch die Übernahme von Job-TransFair ins Haus der Barmherzigkeit im Rahmen einer Überlassung war vollkommen problemlos. „Wenn man eine gute MitarbeiterIn bekommt, dann ist es das immer wert, während einer Überlassung monatlich die Stundenlisten auszufüllen und zu Job-TransFair zu schicken. Und vor der Übernahme haben wir Frau Andrei zum Kündigen zu Job-TransFair geschickt und sie dann ganz normal bei uns angestellt.


Gerd Wohlfromm: „Ich habe wirklich eine tolle Stelle gefunden!“

Den Armeeangehörigen nimmt man diesem Baum von einem Mann ungesehen ab; allerdings würde man sich mit ziemlicher Sicherheit bei der „Spezialeinheit“ irren: Gerd Wohlfromm dient nicht bei den Special-Forces, sondern in der Armee Gottes, der Heilsarmee Österreich!

Der 1954 in Deutschland geborene Gerd Wohlfromm engagierte sich schon während seiner Lehre zum Chemielaboranten im Rahmen christlicher Gemeindearbeit für Jugendliche mit Drogenproblemen. Bei dieser Tätigkeit lernte er auch seine Frau kennen, mit der er seit mehr als 35 Jahren verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat.  
Sechzehn Jahre arbeitete er in großen Chemiefirmen, vom Laborant bis zum Laborleiter, während sein „Hobby“ immer umfangreicher wurde.
Nachdem ihm ein befreundeter Pastor einen Zettel mit seinem persönlichen Lebensmotto „Buch Jesaja 58“ überreicht hatte, beschloss Gerd seinen Brotberuf an den Nagel zu hängen und sich als freier Mitarbeiter ganz der Sozialarbeit zu widmen. Durch seine langjährigen Kontakte fand er problemlos Jobs und startete Anfang der 90er Jahre am Karlsplatz eines der ersten Wiener Streetwork-Projekte, wobei die Betreuung auch die Job-Vermittlung und eine sechsmonatige Nachbetreuung umfasste. Finanziert wurde die Arbeit ausschließlich durch Spenden; einziges Zugeständnis an die Notwendigkeiten eines „normalen“ Arbeitslebens war ein geringfügiger Dienstvertrag.

Lebensinhalt – soziales Engagement

In Jahr 2000 übergab Gerd Wohlfromm das Wiener Projekt an einen Nachfolger und wanderte mit seiner Familie für 1 ½ Jahre zurück nach Deutschland. 2002 war auch dieses Projekt auf Schiene und die Familie beschloss, weil es ihnen in Wien so gut gefallen hatte, hier wieder ihre Zelte aufzuschlagen. In der Zwischenzeit war aber das Klima am Arbeitsmarkt auch in Österreich um vieles rauer geworden. Frau Wohlfromm fand relativ rasch eine Stelle als Krankenschwester bei den Barmherzigen Schwestern in Wien. Gerd aber war, auch weil er zwar über viel praktische Erfahrung aber keine sozialakademische Ausbildung verfügt, auf Gelegenheitsjobs angewiesen. Nach unzähligen Bewerbungen griff er auf den erlernten Beruf zurück und arbeitete als Farben- und Lacke-Abtöner. Im Zuge einer Firmenübernahme wurde er 2013, im Alter von 59 Jahren, gekündigt.
Nach über einem Jahr der vergeblichen Bemühungen um einen neuen Job traf Gerd Wohlfromm 2014 bei der Jobmeile im Carla Mittersteig auf Beraterinnen von Job-TransFair und wurde daraufhin in unsere Beratungseinrichtung PLUS aufgenommen.
Obwohl sein großer Wunsch eine Ausbildung im Sozialbereich war, zeigte sich Herr Wohlfromm offen gegenüber vielen Suchbereichen, angefangen vom Chemielaboranten bis hin zum Fahrradboten. Als sich die Möglichkeit ergab, bei einem Partnerunternehmen als Bademeister zu beginnen, griff Gerd Wohlfromm entschlossen zu. Kurz vor Beginn der  Überlassung machte allerdings eine gebrochene Hand diese Chance zunichte und er war erneut gezwungen sich auf Stellensuche zu begeben.

Diese Aufgabe ging Gerd Wohlfromm im Job-TransFair Bewerbungsbüro mit viel Verve an und unterstützte nebenbei noch andere Arbeitssuchende sehr herzlich und kompetent bei der Stellensuche. Gerade dieses Engagement brachte ihn, ohne dass er sich dessen bewusst war, seinem großen Berufsziel näher: Die betreuenden Job-TransFair-Mitarbeiter fragten Gerd Wohlfromm, ob er sich vorstellen könne eine Trainerausbildung zu machen und daneben als Co-Trainer im arbeitsmarktpolitischen Kontext bei Job-TransFair zu arbeiten. Er sah seine Chance gekommen, sein soziales Engagement mit einer fundierten Ausbildung zu untermauern und ergriff die Chance umgehend.

Als Mitte 2015 im Heilsarmee-Haus Erna ein Job als Heimbetreuer ausgeschrieben wurde, bewarb sich Herr Wohlfromm sofort. Da auch in seiner neuen Stelle Workshops mit den Heimbewohnern geplant sind, gab ihm gerade die Trainerausbildung den entscheidenden Vorsprung vor den anderen BewerberInnen.

„Job-TransFair hat mir die Sicherheit und Zeit gegeben, in Ruhe nach einem Job zu suchen, der meinem Lebensmotto entspricht.“
Jes 58,7 … an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, / die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden / und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.




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Georgios Pikoulas: „Ich habe wieder eine Arbeit, Geld genug zum Leben und Zeit für meine Familie.“

Lebhaft, lebendig, jung, stark; so wirkt der 55 jährige Georgios Pikoulas auf seine Umwelt. Und trotzdem wollte ihn keine Firma beschäftigen.
Während seines Wirtschaftsstudiums in Thessaloniki machte Herr Pikoulas mit der Universität Exkursionen nach England und nach Österreich. Wien mit seinem Flair und seiner Kultur gefiel ihm so gut, dass er 1993 kurz entschlossen ganz einfach, weil er als EU-Bürger kein Visum benötigte, hierher zog.

Anfangs arbeitete er in einem griechischen Restaurant in Wien als Kellner aber auch in der Küche. Nach einem kurzen Zwischenspiel in einem Lokal in Thessaloniki kehrte Herr Pikoulas nach Österreich zurück und arbeitete in einem  griechischen Restaurant in Wr. Neustadt, das alles anbot, was man sich hier unter Griechenland vorstellte: original griechische Life Musik, griechische Spezialitäten und Kellner, die (noch) nicht richtig Deutsch sprachen. „Aber das machte ja auch den speziellen Flair aus“ lacht Georgios, der heute perfekt wienerisch spricht, charmant gespickt mit den typischen mediterranen Betonungen.

Der Familienbetrieb wurde dann aber an eine ausländische Handelsfirma verkauft und nur mehr  Mitarbeiter aus deren Heimat eingesetzt. Georgios, inzwischen mit einer Wienerin verheiratet, fand danach eine Anstellung in einer kleinen Trafik, wo er vierzehn Jahre, bis zur Pensionierung der Inhaber und Betriebsaufgabe im September 2013, arbeitete.
Obwohl er viel jünger als sein biologisches Alter von 53 Jahren aussah, erhielt er trotz vieler Vorstellgespräche immer nur Absagen.
„Es war sehr schwierig für mich, weil mit über 50 hast du hier fast keine Chance mehr, alle Firmen sagen Danke. Jetzt bin ich 55 und sehr lebendig, und ich arbeite gerne, aber die Firmen schauen nur auf dein Alter. Und sagen dann ab, auch wenn du sehr kräftig bist. Ich habe meine Kraft vom Mittelmeer und von den Bergen in Österreich, das ist die optimale Kombination.“


Naturliebhaber freut sich über Job im Freien

Er war dann zwei Monate beim AMS gemeldet, bevor ihn seine Betreuung zu Job-TransFair schickte. Dort lernte er die Personalberaterin Fr. Mag.ª  Bernhild Preis kennen, mit der er sich auf Anhieb verstand: Georgios sagte „Ich mache alles“ und Frau Mag.ª Preis antwortete „Wir auch!“
Herr Pikoulas hatte in Griechenland Olivenbäume, er liebt die Natur, sein Hobby und arbeitet gerne im Freien. „Winter, Sommer, egal, Hauptsache Natur, da braucht man keinen Profi, da braucht man Gespür!“

Genau diese Einstellung konnte er auch seiner Beraterin vermitteln, die seit Jahren die Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung GmbH betreut. Was lag also näher, als dass ein Kontakt hergestellt wurde. Auch seine zukünftigen Arbeitskollegen und Vorgesetzten konnte er sehr rasch von sich überzeugen und arbeitet nun bereits fast ein Jahr in der Grünanlagenbetreuung. 
„Jetzt bin ich sehr zufrieden über alles. Ich habe wieder eine Arbeit, Geld genug zum Leben, Zeit genug für meine Familie und Freunde und meine Ruhe. Zum Schluss sage ich nur: wenn einer arbeitslos ist und wirklich arbeiten will, muss er gehen zu Job-TransFair, es gibt alles dort.“



Salvador Zendejas Morales: „Die Firma hatte Vertrauen, dass ich den Job machen kann!“

Eigentlich hatte Salvador Zendejas Morales ursprünglich ganz andere Berufspläne.  Aus einer Großfamilie mit fünf Geschwistern stammend interessierte er sich schon von Kindesbeinen an sehr für die Medizin, da er täglich mit einem taubstummen Bruder und einer kranken Mutter konfrontiert war.
Allerdings ist in Mexiko der normalen Bevölkerung eine höhere Schulbildung und gar der Besuch einer Universität nahezu verwehrt oder finanziell unerschwinglich, aber das Militär bietet Berufssoldaten sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten an. Außerdem bekommt man durch die verschiedenen Stationierungsorte sehr viel von Land zu sehen.

Also verpflichtete Herr Morales sich für fünf Jahre als Zeitsoldat und absolvierte diese  in einer Anti-Drogen-Einheit. Neben der militärischen Ausbildung musste er die ersten zwei Jahre eine Koch-Lehre durchlaufen. Obwohl ihn die fachliche Aufgabe sehr interessierte,  fand er aber, dass dies viel zu hektisch für ihn wäre.
In den zweiten zwei Jahren konnte er dann eine Spezialausbildung als Sanitäter und Krankenpfleger absolvieren. Und das war dann genau sein Metier. Auch privat konnte er diese Kenntnisse sehr gut bei der Betreuung eines Familienmitglieds anwenden, welches nach einer schweren Verletzung gelähmt und pflegebedürftig war. 


Mit tollen Kollegen im Spitzenrestaurant integriert

Als er im Jahr 2011 seiner Gattin nach Wien folgte, war natürlich die erste Idee, auch in seiner neuen Heimat als Krankenpfleger zu arbeiten. Allerdings verhinderte die fehlende Nostrifikation einen erfolgreichen Ausgang der Arbeitssuche.
Da er als junger Ehemann aber dringend einen Job benötigte, sattelte er einfach auf seine erste Lehre um und suchte einen Job in der Küche. Relativ rasch fand er Anstellungen als Küchenhilfe in internationalen Hotels und bei renommierten Catering-Unternehmen. Diese Jobs waren aber entweder geteilte Dienste mit  Früh- und Abendturnus oder gänzlich am Abend, was aber alles mit seinen Deutschkursen nicht vereinbar war. Zusätzlich wurde in den Hotels fast ausschließlich Englisch gesprochen, was er aber leider nicht kann; und zwei Fremdsprachen gleichzeitig neben dem Job zu lernen wäre zu anstrengend gewesen.

Zufällig entdeckte er auf einer Messe den Job-TransFair Stand und bewarb sich kurzentschlossen für eine Teilnahme. Schon nach kurzer Betreuungszeit vermittelten ihm seine BeraterInnen von Job-TransFair bei diversen Gastronomiebetrieben die ersten Vorstelltermine und auch Probetage. Aufgrund des sehr kollegialen Betriebsklimas entschied er sich für das Restaurant „Zum Schwarzen Kameel“, wo er zunächst als Küchenhilfe begann.
In der Zwischenzeit konnte sich Herr Morales schon optimal integrieren und ist seit einem knappen Jahr für die „Kalte Küche“ des Caterings und der Bar zuständig. Mit Februar 2015 wurde Herr Salvador Morales als fixer Mitarbeiter aufgenommen.



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Wiener Tafelfreuden

Mitten im brandneuen „Golden Quarter“ in der Innenstadt wird in einem der ältesten Restaurants Wiens die Tradition noch hochgehalten.
Wahrscheinlich schon seit dem späten 15. Jahrhundert existiert in ununterbrochener Reihenfolge am selben Standort in der Bognergasse 5 eine Weinausschank, Gewürzkrämerei und Spezereyenhandel; später ein Gasthaus. Wobei sich im Laufe der Zeit das Niveau kontinuierlich steigerte und das Restaurant „Zum schwarzen Kameel“ spätestens seit Beginn des 19. Jhdt. in Wien zum Synonym für gehobenste Gastronomie wurde.
Durch das Etikett „KuK Hoflieferant“ wurde nicht nur der Adel angezogen, sondern auch das Großbürgertum und viele Künstler. Dieses gemischte Klientel sprach besonders gerne den erlesenen Weinen zu, die auch noch heute im 3 stöckigen Weinkeller optimal gelagert werden. Dazu nahm man gerne den hausgemachten Schinken, der seit jeher eines der Aushängeschilder des „Schwarzen Kameel“ ist.

Während in der Belletage im ersten Stock nobel soupiert wurde, ging es zu ebener Erd‘ weitaus sinnesfreudiger zu. Selbst  Georg Ferdinand Waldmüller (* 1793; † 1865), der wohl berühmteste österreichische Biedermeiermaler, griff im „Schwarzen Kameel“ gerne zum Weinglas bevor er sich an seine Staffelei setzte. Ähnlich hielt es auch Ludwig van Beethoven (*1770; † 1827), ebenfalls ein treuer Stammgast.
1901 wurde das Haus in der Bognergasse im edlen Jugendstil neu errichtet und erhielt sein heutiges Interieur.

Heute ist das „Schwarze Kameel“ der Treffpunkt der Wiener Hautevolee, die dieser Wiener Institution die Treue hält. Sei es in der Feinkosthandlung, im Restaurant oder bei einem gediegenen Catering im eigenen Haus.

Schon seit mehreren Jahren vertraut der Eigentümer, Herr Peter Friese, auf die Betreuung durch die Job-TransFair Personalberater und integrierte bereits vier ehemalige TeilnehmerInnen in seinen Betrieb.
„Eine Personalentscheidung ist eine sehr wichtige Sache, und wir legen besonderen Wert darauf, dass sich unsere knapp über 100 MitarbeiterInnen wohl fühlen und lange bei uns bleiben!“ betont Herr Friese.
„Wir suchen in allen Bereichen, von der Rezeption, über den Verkauf, die Küche, die Schank, das Lager, die Reinigung und natürlich auch Personal für unser Catering. Genauso vielfältig ist die Altersspanne unserer MitarbeiterInnen.“ ergänzt  die Personalverantwortliche, Frau Sarah Gündl.
„Wir waren von Anfang an von der Betreuung durch Job-TransFair begeistert, extrem wenig Bürokratie und vor Allem von der Qualität der angebotenen KandidatInnen!“ streut Frau Gündl Rosen und hält nochmals fest, dass sie sich Job-TransFair TeilnehmerInnen jederzeit gerne ansieht.
Die wichtigste Rolle in dieser facettenreichen Inszenierung spielen jedenfalls die Gäste: Persönlichkeiten, die mit ihrer kompetenten Freude an den guten Dingen des Lebens im Schwarzen Kameel die unendliche Geschichte stilvollen Genießens fortschreiben.


Wie das Kamel nach Wien kann …
… war eigentlich ein kleiner Scherz des ursprünglichen Besitzers. Johan Baptist Cameel erwarb 1618 das schon damals traditionsreiche Haus und verballhornte seinen Namen für das namensgleiche Höckertier und veranlasste Ferdinand Waldmüller, das berühmte Logo zu malen.

Kontakt:
„Zum Schwarzen Kameel“
Bognergasse 5
1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 533 81 25
www.kameel.at

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Roman Doraczynski: „Auch ein „alter“ Mann kann noch etwas weiterbringen!“

Der gelernte Schlosser und Feinmechaniker Roman Doraczynski (Jahrgang 1955) kam Anfang der 80-er Jahre, der Liebe wegen, nach Wien. Handwerklich geschickt wie er war, nahm er die erste Arbeit an, um seine junge Familie ernähren zu können: Malerarbeiten, Spachteln und Gipsen. Bald war er mit allen Tätigkeiten des Innen- oder Trockenausbaus vertraut.

Als die Ehe nach knapp 10 Jahren zerbrach, zog es Herrn Doraczynski wieder zurück in die Heimat. Da es aber so kurz nach der Wende auch in Polen nicht einfach war einen Job zu bekommen, machte er sich im Innenausbau selbständig. Aufgrund seiner ausgezeichneten Deutschkenntnisse kam es immer häufiger zu Kooperationen mit Österreichischen Firmen und so landete er schließlich wieder in Wien.
Bis 2009 kämpfte er in der harten Baubranche als kleiner Einzelunternehmer. Als er ein lukratives Angebot eines Mitbewerbers erhielt wechselte er in ein Angestelltenverhältnis. Drei Jahre war er in dieser Tätigkeit sehr zufrieden. Als die Branche unter den Folgen der Wirtschaftskrise zu leiden hatte, verlor die Firma Aufträge und Herr Doraczynski seinen Job.


Handwerker sorgt jetzt für Sicherheit


Als 57-jähriger war es für ihn danach unmöglich eine neue Arbeitsstelle zu finden. „Niemand glaubt, dass ein „alter“ Mann noch etwas weiterbringen kann am Bau!“ ist sein Resümee aus heutiger Sicht. Aber getreu seinem Motto „Der Mensch muss kämpfen!“ gab er sich nicht auf, sondern wandte sich an sein zuständiges AMS.
Als fast ein Jahr lang auch hier alle Bemühungen scheiterten, schlug ihm sein Berater eine Zubuchung zu Job-TransFair vor.
„Zuerst war ich skeptisch, aber bei Job-TransFair waren alle Trainer und Berater  sehr offen und an den Teilnehmern wirklich interessiert. Da versucht niemand, dich in ein Schema zu pressen. Am Anfang suchten wir auch im Innenausbau, aber schon bald schlug mir mein Berater eine Stelle in einem Sicherheitsunternehmen vor.“

Die „Agentur für Sicherheit“, ein langjähriges Partnerunternehmen von Job-TransFair, stellte Herrn Doraczynski, dank seiner großen Erfahrung in der Baubranche, zunächst im ganz normalen Baustellen-Wachdienst ein. Stressbedingte minus 6 kg Körpergewicht weniger und vier Fortbildungskurse in der Ersten Hilfe, als Aufzugswart, Brandschutzwart und Ausbildung zur Verkehrsregelung später wurde Herr Doraczynski Mitte 2014 zum Revierfahrer befördert.
„Das war wieder etwas ganz Neues. Speziell die Umstellung auf den Nachtdienst machte mir am Anfang zu schaffen, aber jetzt  gefällt es mir wirklich.“
Und nicht nur ihm; auch das Unternehmen ist mit seiner Arbeit so zufrieden, dass die Integration mit Ende Jänner 2015 vorgenommen wurde.


Wo der ältere Mensch im Mittelpunkt steht ...

Sanfte Weinberge und das satte Grün des Wienerwalds, soweit das Auge reicht. In Wien-Dornbach liegt eines der renommiertesten Ordensspitäler Wiens: das Krankenhaus Göttlicher Heiland.
Vor 80 Jahren wurde das Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien Dornbach von dem Orden der Schwestern vom Göttlichen Erlöser gegründet. Damals war es eine der modernsten Krankenanstalten und umfasste 100 Betten. In acht Jahrzehnten hat das Haus sein Leistungsangebot stetig angepasst und erweitert,  laufend in modernste Ausstattung investiert. Seit 2004 ist das Krankenhaus Teil der Vinzenz Gruppe. Mit 288 Betten und knapp 700 Beschäftigten ist das Krankenhaus Göttlicher Heiland heute größter Arbeitgeber im 17. Wiener Gemeindebezirk. Dabei wurde nie das Wesentliche aus den Augen verloren: den Menschen im Mittelpunkt zu haben, sich ihm teilnehmend zuzuwenden und die Not der Zeit zu lindern.

Heute ist das Krankenhaus Göttlicher Heiland spezialisiert auf Gefäßmedizin und Akutmedizin für den älteren Menschen. Mit umfassenden Versorgungskonzepten wird den Bedürfnissen dieser ständig wachsenden Zielgruppe begegnet. Das Ziel ist, die Patientinnen und Patienten auch im Alter so lange wie möglich gesund zu erhalten.
Einen wesentlichen Baustein dazu stellt die Ernährung dar. Alleine 27 MitarbeiterInnen sorgen unter der Leitung von Küchenchef Thomas Mairhofer „Wir sind noch ein Haus, das wirklich selbst kocht!“ rund um die Uhr für das Wohl der jährlich rund 14.000 Patienten und PatientInnen.
„Gott-Sei-Dank ist bei uns in der Küche die Fluktuation sehr, sehr gering. Wir haben Mitarbeiter, die schon über 25 Jahre bei uns sind!“ betont Küchenchef Thomas Mairhofer und lacht „Am Öftesten wechseln die Küchenchefs.“
„Wenn es zu einer Neubesetzung im Bereich Verwaltung oder Servicekräfte kommt, dann ist Job-TransFair eine der ersten Ansprechstellen!“ ergänzt die Personalleiterin Frau Mag.ª Alexandra Lindtner. „Die ganze Abwicklung ist für uns wirklich sehr einfach und unbürokratisch und die von Job-TransFair vorgeschlagenen KandidatInnen passen meist ziemlich genau.“
„Trotzdem ist nicht immer eine Integration möglich.“ relativiert Thomas Mairhofer. „Bei einem so langjährig zusammengeschweißten Team muss mehr als nur das rein fachliche passen! Aber bei Herrn Kijera wäre es wirklich schade gewesen, wenn es nicht geklappt hätte!“.

Krankenhaus Göttlicher Heiland
Dornbacher Straße 20 – 28
1170 Wien
Telefon: +43 1 400 88 – 0
e-mail: service@khgh.at
WEB: www.khgh.at

Sankumba Kijera: „Ich bin wirklich zufrieden!“

Geboren 1982 in Gambia (Westafrika) kam der gelernte Schneider der Liebe wegen 2009 nach Österreich. Da er schon über 10 Jahre Berufserfahrung vorzuweisen hatte, suchte er natürlich auch hier eine Stelle als Schneider.
„Aber aus meiner Heimat kannte ich diese computergesteuerten Nähmaschinen noch nicht, da hätte ich so ziemlich alles neu lernen müssen.“ erinnert er sich an den doch ziemlich ernüchternden Start in seiner neuen Heimat. Und dann war da natürlich auch das Sprachproblem. Also begann er, mit Unterstützung seiner Gattin, Deutsch zu lernen; die Arbeitssuche war zum damaligen Zeitpunkt eher zweitrangig.

Als aber in dieser Phase seine Ehe in die Brüche ging, stand Sankumba praktisch mittellos da, keine Arbeit, keine Wohnung, kaum Deutschkenntnisse. Umso dringender war die Jobsuche. „Ich nehme jede Arbeit, die ich finden kann“ sagte er sich in dieser Notsituation. Ein Landsmann brachte ihn schließlich als Küchenhilfe im Traditionsheurigen „Mayer am Pfarrplatz“ unter. Als nach knapp zwei Jahren dieser Landsmann seinen Job beim Pfarrwirt verlor musste auch Herr Kijera gehen, fand aber relativ rasch eine neue Stelle im Restaurant „Österreicher im MAK“. Dies war aber nur eine Krankenstandvertretung und daher nach sieben Monaten beendet.
Um die Zeit neben der Jobsuche optimal zu nutzen, ersuchte er das AMS um einen Deutschkurs. Nach dem A2 Diplom begann er mit dem Aufbaulehrgang für den Hauptschulabschluss.
Neben dem Lernen suchte er aber tag-täglich nach einer neuen Anstellung, leider vergeblich. Im Zuge der online Suche stieß er dann im Sommer 2014 auf eine Stellenanzeige von Job-TransFair und sandte seine Bewerbungsunterlagen an den zuständigen Personalberater. Herr Oliver Keil lud ihn wenige Tage später zu einem Vorstellgespräch. Da die Eckdaten passten wurde das AMS um eine Zubuchung ersucht.


Integration im Küchenteam  - Hier wird alles selbst gekocht !


„Die waren alle so nett zu mir und haben mir zu jedem Vorstelltermin toi, toi, toi gewünscht!“ erinnert sich Herr Kijera gerne an seine Zeit bei Job-TransFair. „Schon kurz nachdem ich angefangen habe, bekam ich den ersten Vorstelltermin, aber daraus wurde nichts. Aber eine Kollegin von Herrn Keil suchte damals gerade eine Küchenhilfe für ein Krankenhaus.“
Rasch wurde ein Vorstelltermin bei Herrn Thomas Mairhofer, Küchenchef des KH Göttlicher Heiland, vereinbart. Offensichtlich stimmte bei diesem Gespräch sofort die Chemie, denn Herr Mairhofer lud Herrn Kijera sofort zu einem Schnuppertag ein. Auch da passte alles und so wurden zwei weitere Probetage vereinbart.
„Sie sind super, ich kann mir vorstellen mit Ihnen zu arbeiten!“ erinnert sich Herr Kijera gerne an das abschließende Urteil des Küchenchefs. „Und ich habe ihm gesagt, dass es mir auch sehr gut gefällt, auch weil alle KollegInnen und auch der Chef sehr freundlich zu mir sind. Ich bin sehr zufrieden!“
Das ist auch der Küchenchef Thomas Mairhofer, der seine 27 MitarbeiterInnen als Zeichen der Wertschätzung „Siezt“.

„Wir sind ein Haus, in dem noch wirklich alles selbst gekocht wird.“ hebt der Küchenchef hervor. „Bei einem so langjährig zusammengeschweißten Team muss mehr als nur das rein fachliche passen. Nicht immer ist eine Integration möglich, aber bei Herrn Kijera wäre es wirklich schade gewesen, wenn es nicht geklappt hätte!“
Obwohl Sankumba als junger kräftiger Mann eigentlich als Küchenhilfe mit dem Hauptaufgabenbereich Schwarzwäsche, also der Reinigung der oft riesigen Kochgeschirre, eingestellt wurde, hat sich sein Betätigungsfeld in der Zwischenzeit stark ausgeweitet. So arbeitet er auch an der Bandstation, wo die Container bestückt werden, welche die verschiedensten Menüs auf die einzelnen Stationen bringen. Immer häufiger wird er, dank seiner Geschicklichkeit und Freude an der Küchenarbeit, auch am „Kalten Platz“ eingesetzt; dort produziert er Aufstriche, Brötchen und ähnliche kalte Speisen.
Herr Sankumba Kijera wurde nach einer erfolgreichen Überlassung Anfang März 2015 fix in den Personalstamm des KH Göttlicher Heiland übernommen!



Snejezana Zivkovic: „Ich bin dankbar für alles und glücklich!“

Frau Zivkovic könnte Vorbild für die Werbekampagne gewesen sein „Warum strahlt die so?“ „Vielleicht liegt es am neuen Job!“
Die geborene Serbin Snjezana Zivkovic konnte ihrem Mann, der mittlerweile seit knapp 25 Jahren in Österreich lebt, erst nach Wien folgen, nachdem er die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten hatte und er - fast 5 Jahre später - auch nachweisen konnte, dass er für seine Familie sorgen kann. Dann stand einer Familienzusammenführung endlich nichts mehr im Wege.
Im Jahr 2002 „strandete“ Frau Zivkovic, so ihre heutige Beurteilung, in Wien; kein Wort Deutsch, keine Freunde, sie fühlte sich einfach verloren.

Über das AMS konnte sie einen dreimonatigen Sprachkurs besuchen, welchen sie sofort positiv abschloss. Danach fand sie in Österreichs größter Lebensmittel-Kette eine Anstellung, welche sie bis zum ersten Kind auch ausübte. Da sie bald ein zweites Mal schwanger wurde, hatte sie insgesamt fast fünf Jahre Zeit, über ihre berufliche Zukunft nachzudenken. Eine Entscheidung war sehr bald gefallen: Frau Zivkovic wollte unbedingt in den medizinisch-sozialen Bereich wechseln.

Also suchte sie über den waff für eine Ausbildung zur Heimhelferin an, schloss den Kurs 2008 ab und arbeitete zwei Jahre lang bei den „Mobilen Diensten“ der Caritas. Die ständigen Bereitschaftsdienste führten jedoch zu Problemen bei der Kinderbetreuung.
Über eine Freundin erfuhr sie von einer freien Stelle in einem Pensionistenheim, welche sie auch annahm. Nach ihrer zweijährigen Tätigkeit begann sie eine Zusatzausbildung zur Pflegehelferin, wieder mit Unterstützung des waff. Ende 2013 schloss sie den Kurs als 7. Beste ab.
„Das war hart. Ein Jahr lang nur lernen. Aber ich hatte eine ganz tolle Unterstützung durch meine Familie. Mein Mann hat mehr oder minder den ganzen Haushalt geschupft und sich um die Kinder gekümmert, nur damit ich lernen konnte. Jetzt sind wir total stolz auf uns!“ 
Nach dem Kurs suchte Frau Zivkovic eine Anstellung in einem Spital, erhielt aber trotz ihrer guten Zeugnisse nur Absagen. Schlussendlich schlug das AMS vor, ihre Chancen mithilfe von Job-TransFair zu verbessern.

Mit Unterstützung und Fleiß in den OP


„Mir hat das wirklich gut gefallen. Ich konnte mich in den vier Stunden ganz auf die Jobsuche konzentrieren und wurde nicht durch meine Kinder oder sonstige Alltagsaufgaben abgelenkt. Und die Berater bei Job-TransFair haben ein ganz besonderes Verhältnis zu ihren TeilnehmerInnen, aber wir mussten zeigen, dass wir wirklich selber wollen und die Hauptarbeit müssen immer noch wir selbst erledigen!“
Über einen bereits bestehenden Kontakt zwischen Job-TransFair und dem Orthopädischen Spital Speising konnte sich Frau Zivkovic bewerben und arbeitet seit August 2014 fix im OP-Bereich. Angefangen hat sie in der OP-Vorbereitung, jetzt arbeitet sie weitestgehend selbständig im Bereich der postoperativen Patienten-Mobilisierung.
 „Ich bin sehr dankbar für alles, weil es mir ermöglicht, mehr mit meiner Familie zusammen zu sein; ich bin glücklich!“
Da auch das Spital ist sehr zufrieden mit Frau Zivkovic ist, stand Ende Februar 2015 nichts einer Integration entgegen!




Leise rieselt der Schnee

Wenn, wie jedes Jahr, kurz vor der Weihnachtszeit die ersten Schneeflocken leise zu Boden sinken, dann beginnen nicht nur die Augen der Kinder zu funkeln.  Die Welt bleibt einen ganz kurzen Augenblick stehen, und alles wird für einen Atemzug friedlich und fast ein wenig andächtig.


Diesen magischen Moment hat vor mehr als 110 Jahren Erwin Perzy in einer Glaskugel eingefangen. Aber dies geschah, wie bei so vielen großen Entdeckungen, nur durch einen Zufall.
Nach der Erfindung einer besonders leicht schmelzenden Metalllegierung für den „Wiener Silvesterguss“ experimentierte der Chirurgieinstrumentemacher Erwin Perzy um 1900 in der Küche seiner Mutter. Er suchte nach einer Möglichkeit, die Lichtausbeute der kürzlich in Mode gekommenen Glühbirne zu verbessern um eine Operationslampe zu entwickeln. Als Vorlage diente ihm eine Schusterkugel, wobei er das Wasser mit Glas- und Metallglitzer versetzte, um mehr Lichtreflexionen zu erzielen.
Eine Superlampe erfand er nicht, dafür aber ein Geschenk für Generationen von Jung und Alt auf der ganzen Welt!


Angefangen von Kaiser Franz Joseph I, er verlieh Herrn Perzy eine Ehrenurkunde, bis Bill Clinton, der auf seinem Schreibtisch eine Schneekugel mit Confetti seiner Wahlparade aufstellte, erfreut die „Original Wiener Schneekugel“ zu jeder Jahreszeit.
Das bereits in der 4. Generation befindliche Traditionsunternehmen stellt nach wie vor im 17. Wiener Gemeindebezirk in einem 300 Jahre alten Fuhrwerkshaus jährlich über 200.000 der berühmten Kugeln her, wobei jede einzelne in akribischer Handarbeit bemalt und zusammengebaut wird. Ausgehend vom ersten Modell mit der Basilika von Mariazell entstanden in der Zwischenzeit unzählige und unverwechselbare Kunstwerke, von der nur 25mm großen Minikugel bis zum XL-Format mit 12cm Durchmesser.
Neben den Schneekugeln werden auch Glücksbringer, Spielzeuge aus Metall, Anhänger, Anstecknadeln sowie der Wiener Silvesterguss produziert.


Die erfolgreiche jahrelange Zusammenarbeit mit Job-TransFair begann 2011, als gleichzeitig einige MitarbeiterInnen in Pension gingen. Der dringende Personalbedarf konnte mit MitarbeiterInnen von Job-TransFair gestillt werden und hat mittlerweile bereits zu vier Integrationen geführt. „Wir sind ein altes Familienunternehmen und leben dies auch mit unseren MitarbeiterInnen. Da ist es ganz wichtig, dass das Teamgefüge stimmt. Und dass es bei uns passt beweist, dass wir eine Dame haben, die bereits seit 44 Jahren bei uns im Betrieb ist!“ verrät Erwin Perzy III eines der Betriebsgeheimnisse.

 

Warum der Schnee so langsam fällt …
… war, ist und bleibt das große Geheimnis der Original Wiener Schneekugelmanufaktur. Laut dem Pro7 Wissensmagazin „Galileo“ gehört das Wissen um den bis zu 2 Minuten dauernden Schneefall in den Wiener Schneekugeln zu den sieben größten Produktionsgeheimnissen weltweit. Und genau dies unterscheidet die Original Wiener Schneekugeln auch von den zahlreichen Plagiaten.
Nur so viel sei verraten: die Kugeln sind mit nichts anderem als bestem Wiener Hochquellwasser gefüllt!

 

Kontakt + Anmeldung für Führungen:
Telefon: 01 / 486 43 41
Schumanngasse 87
1170 Wien
www.schneekugel.at

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Janos Sivado: „Hoffentlich geht es so gut weiter!“

Herr Janos Sivado, geboren 1953, war in den 70er Jahren in Ungarn ein sehr erfolgreicher Turner, Mitglied der Jugendnationalmannschaft, mehrfacher Einzel- und Mannschaftmeister, 1974 und ´78 sogar WM Teilnehmer. 1976 schloss er sein Lehramtsstudium für Leibeserziehung ab und 1978 die Fachtrainerausbildung für Geräteturnen.

Ende 1987 übersiedelte Herr Sivado nach Wien. Da sein Lehramt in Österreich nicht anerkannt wurde, arbeitete er zunächst als Artist im berühmten Moulin Rouge. 1990 konnte er für 10 Jahre beim Union Turnverband als Trainer tätig werden. Anschließend `wechselte er zum oberösterreichischen Turnverband.  Als Folge von Differenzen bei der Gestaltung der Trainingspläne verlor Herr Sivado im Frühjahr 2013 diese Stelle; seither war er auf Arbeitssuche.
Aufgrund seiner enormen beruflichen Erfahrung kam für Herrn Sivado nur eine Tätigkeit im Sportbereich in Frage, allerdings werden in seinem speziellen Bereich „Turntrainer“ praktisch keinen Mitarbeiter gesucht. Über ein Jahr bekam er höchstens Angebote von Fitness-Studios, was aber nicht funktionierte.


Ehemaliger WM-Teilnehmer trainiert junge Sporttalente

Mit Job-TransFair zum Erfolg:
Auch das AMS konnte nicht weiterhelfen, schlug aber eine Zubuchung zum Projekt Job-TransFair PLUS ab Anfang Dezember 2013 vor. Ungefähr zur selben Zeit erfuhr Herr Sivado, dass der Niederösterreichische Fachverband für Turnen einen Turntrainer sucht. Rasch stellte seine Kompetenzberaterin den Kontakt her und konnte gemeinsam mit dem Firmenbetreuer  ein Förderpaket entwickeln, welches es dem Verband ermöglichte, eine neue Trainerstelle zu schaffen.

Dieser Dauerstelle ging eine geringfügige Beschäftigung voraus. Da sowohl der Verband wie auch die jugendlichen Leistungssportler von der Zusammenarbeit begeistert waren, wurde im April 2014 erstmals eine fixe Trainerposition installiert.
„Die Zusammenarbeit mit Job-TransFair war für uns die Rettung schlechthin! Ohne die finanzielle Unterstützung wäre es uns niemals möglich gewesen, so eine Spitzenkraft zu bekommen!“ ist Mag. Martina Weinberger vom NÖFT begeistert. „Janos Sivado ist einer der Großen in der österreichischen Trainerszene; menschlich und fachlich. Alle sind begeistert, besonders die Kinder. Schon nach kurzer Zusammenarbeit hat er es geschafft, dass sich ein 8-jähriger als Jüngster für die Österreichische Staatsmeisterschaft qualifiziert hat.
Und die Abwicklung war absolut problemlos. Und da wir vorher keinerlei Erfahrung mit Angestelltenverhältnissen hatten hat uns Job-TransFair sehr unterstützt!“



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Konrad Pewny: „Ohne Job-TransFair hätte ich sicher noch keinen Job!“

„Müll ist halt keine Doktorarbeit!“ stellt Elemer Tomanek, Platzmeister und Vorarbeiter  bei ZUMA Abfallentsorgung Wien fest.

 Im Sommer brütend heiß, im Winter klirrend kalt, und bei Regen und Schnee sowieso … Das ist der Arbeitsplatz von Konrad Pewny (50), Sortierer bei Fa. ZUMA. Und trotzdem ist er von seinem neuen Job total angetan.
„Es passt wirklich!“

Nach langen und frustrierenden Jahren der Arbeitssuche hat der ehemalige Filialleiter einer großen Lebensmittelkette endlich wieder eine Aufgabe. Nachdem ihm wegen gesundheitlicher Gründe im Handel gekündigt wurde, brach für ihn eine schwere Zeit an. Jahrelang bewarb er sich erfolglos in allen möglichen Bereichen. Dies führte zu großer Resignation und schlug sich schlussendlich auch in seinem Erscheinungsbild nieder und konnte auch bei seinem ersten Besuch bei Job-TransFair nicht gelöst werden.

„Beim ersten Mal hat Job-TransFair nicht funktioniert“ erinnert sich Herr Pewny. „Da war für mich viel zu viel Computerarbeit; da hab‘ ich mich überhaupt nicht ausgekannt. Aber dann hat mich das AMS zu einem Computerkurs geschickt und ich habe sogar den Europäischen Wirtschaftsführerschein bestanden“ erzählt er stolz. Danach wurde er wieder zu Job-TransFair zugebucht. Auch wenn sich seine gesundheitlichen Probleme nicht wesentlich geändert hatten, so konnte er in vielen Gesprächen mit den BetreuerInnen zumindest mentale aufgebaut werden.
Als er von dann seinem Personalberater auf die Möglichkeit eines Vorstelltermins bei Fa. ZUMA angesprochen wurde, sagte er sofort zu. Schon beim Vorstellgespräch konnte Herr Pewny mit seinem Engagement punkten, und so stand einem einwöchigen Praktikum nichts mehr im Wege.
 „Nach fünf Jahren ohne Job war es am Anfang schon sehr hart, jeden Tag so früh aufzustehen, dass ich pünktlich um 6 Uhr meinen Dienst beginnen konnte.“
Aber er bewies nicht nur seinen Einsatzwillen, sondern überzeugte seine Vorgesetzten auch mit seiner Geschicklichkeit und vor allem seiner Verlässlichkeit.

Große Verantwortung statt Fließbandarbeit

„Konrad ist sehr selbständig, universell einsetzbar und ich kann mich voll auf ihn verlassen“ zeigt sich Herr Tomanek äußerst zufrieden. „Gerade in unserem Gewerbe ist das unheimlich wichtig!“ führt er weiter aus. „Wir arbeiten ja doch mit teilweise problematischen Stoffen, Feinstaubbelastung, Brandgefahr uns so weiter. Da dürfen die Mitarbeiter nicht schlampig oder nachlässig sein. Außerdem werden wir laufend von den Behörden überprüft und die ÖBB, die uns die Waggons liefert, ist wegen der Unfallgefahr auch besonders heikel. Unsere Mitarbeiter haben schon eine große Verantwortung!“ betont der Betriebsleiter die Belastungen für seine Mitarbeiter.
 „Ich will nur eine Arbeit, bei der ich verschiedene Sachen machen kann, nicht wie an einem Fließband!“ stellt Herr Pewny fest. Daher wird er auch sukzessive an den diversen Maschinen oder beim Verschub der Bahn-Waggons eingeschult. „Wenn man will kann man alles lernen!“ ist sein Credo. Und dass bei ZUMA von Beginn an die Einschulung sehr intensiv durchgeführt wird und sich alle Kollegen wirklich Zeit dafür nehmen hält er besonders fest.

ZUMA hat schon mehrere gute Erfahrungen mit J-TF Mitarbeitern. „Nicht alle halten die hohe zeitliche Belastung – die MA48 liefert 2 bis 3 mal täglich, sechs Tage in der Woche und an Feiertagen ebenso an – und schwierigen Arbeitsbedingung im Freien und natürlich die Materialien aus. Aber wenn ein Bewerber wirklich arbeiten will und in unser Betriebsklima passt, dann hat er bei uns einen sicheren Arbeitsplatz!“ bestätigt der Platzmeister.





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Dragana Lajsic: „Die reden nicht, die tun!“

Noch immer ist die 1959 geborene Belgraderin Dragana Lajsic begeistert, wie schnell es mit dem neuen Job geklappt hat, nachdem sie in das PLUS Projekt von Job-TransFair aufgenommen worden war.

Nach Beendigung ihrer Sportkarriere arbeitete Frau Lajsic als Verlagslektorin und später als Produzentin in einer Konzertagentur. Doch der Zerfall Jugoslawiens setzte mit dem ersten Balkankrieg Allem ein Ende. Die Gesamtsituation wurde so katastrophal, dass sie sich 1993 dazu entschloss, ihre Heimat zu verlassen und nach Österreich zu übersiedeln.
Auch diesen Schritt ging Fr. Lajsic professionell an: um sich möglichst schnell zu integrieren besuchte sie als Erstes einen Deutschkurs. Kurz nach ihrer Übersiedlung fand sie auch einen Arbeitsplatz bei einem Unternehmen, welches Hausservices anbot und eine Geschenkboutique führte. Schnell machte sie Karriere und stieg bis in die Geschäftsführung auf. Doch im Jahr 2000 traf sie der nächste Schicksalsschlag: die Unternehmerin starb und hinterließ Frau Lajsic einen riesigen Schuldenberg. Bis 2009 schlug sie sich als Botenfahrerin und Ticketverkäuferin durch. Als dieser letzte Job zu Ende ging begann für sie der lange Leidensweg der Arbeitssuche, der über 4 Jahre dauerte.

Finanzen geregelt und sicherer Job bis zur Pension

„Vielleicht ist das das Erbe meiner Sportvergangenheit. Ich habe mich nicht unterkriegen lassen, habe jeden Tag strukturiert, egal ob ich bei einem AMS Kurs war oder mich beworben habe. Jeden Morgen habe ich mich motiviert „Du schaffst das!“, es war aber mehr als mühsam. Und wenn ich doch einmal einen Vorstelltermin bekommen habe, dann war das Gespräch spätestens beim Punkt Alter und finanzielle Situation zu Ende.“
Erst als es ihr endlich gelang, ihre Finanzen zu regeln, war ihr das Glück wieder hold. Zwei Wochen nach ihrem 55sten Geburtstag wurde sie Ende März 2014 vom AMS zu Job-TransFair PLUS zugebucht.

Die Berater bei Job-TransFair reden nicht, die tun!

„Es war unglaublich. Schon am zweiten Tag schlug mir meine Kompetenzberaterin, Frau Mag.a Snjezana Holzer-Blazekovic, den Job als Parkraumüberwacherin vor, am nächsten Tag hatte ich ein Vorstellgespräch und seither arbeite ich endlich wieder! Die Berater bei Job-TransFair reden nicht, die tun!“
Zwar ist der Job anstrengend, bei jedem Wetter im Freien zu arbeiten und die teilweise sehr unfreundlichen Reaktionen der Autolenker, aber Frau Lajsic ist total zufrieden und hofft, dass es so bis zu ihrer Pensionierung in fünf Jahren so weitergeht.


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Mario Martin: „Danke Job-TransFair. Das ist genau die Arbeit, die ich gesucht habe!“

Yes, I can! ist das Motto der Carlson Rezidor Hotel Group. Genau diese Einstellung hat auch Herrn Mario Martin geholfen, seinen neuen Job als Haustechniker zu bekommen.

Bevor er aber nähere Details erzählt, berichtet er kurz aus seinem Leben. „Ich habe schon alles erlebt, war ganz unten, hatte nicht einmal einen festen Wohnsitz, habe  in der Straßenreinigung und als Zusteller gejobbt, im Lager, als Elektro- und Zimmererhelfer und auch als Hausarbeiter in einem kleinen Hotel. Das hat mir wirklich gefallen, war aber leider nach drei Jahren zu Ende.“
Als danach längere Zeit alle Bemühungen weiter in diesem Bereich arbeiten zu können scheiterten, absolvierte Herr Martin mit Hilfe des AMS in den Jahren 2006 – 2008 erfolgreich eine Ausbildung zum Gebäude und Objektverwalter. Aber auch diese Weiterqualifizierung führte vorerst nicht zum gewünschten Erfolg.

Nachdem eine erste Betreuung durch Job-TransFair im Jahre 2011 leider nicht zu einer langfristigen Arbeitsaufnahme geführt hatte, kam Herr Martin im Mai 2014 erneut in das Projekt Job-TransFair-KOMPASS. Gemeinsam mit seiner Personalberaterin Frau Mag.a Isabella De la Pena erarbeitet er eine Bewerbungsstrategie speziell als Haustechniker in der Hotellerie.
Neben der intensiven Bewerbungstätigkeit absolvierte er auch ein Schnupperpraktikum als Hausarbeiter in der KÜMMEREI und analysierte mit seiner Sozialarbeiterin die gesundheitliche und finanzielle Situation.
Fast am letzten Tag bei Job-TransFair wurde er Ende Juli 2014 zu einem Vorstellungsgespräch in das Radisson Blu Style Hotel in Wien 1 eingeladen. Dabei konnte er durch seine vielfältige Berufserfahrung und seinen Willen, die neue Herausforderung anzunehmen, überzeugen und wurde mit 04.08.2014 in Überlassung genommen.

„develope the talent“ – Karriere im Hotel

„Wieso hat ein Mensch mit seiner Einstellung, seiner Erfahrung und seinem Engagement nicht schon früher etwas gefunden?“ fragt sich Verena Forstinger, General Managerin des Radisson Blu Style Hotels. „Herr Martin ist sehr universell, kennt sich in sehr vielen Dingen aus und hat auch, was für ein Hotel sehr wichtig ist, großes Geschick in der Tischlerei. Das Wichtigste aber ist sein Wille mitzuarbeiten und sich weiterzuentwickeln!“
Gerade hier unternehmen die Radisson Blu Hotels als Teil der Carlson Rezidor Hotel Group, einer der derzeit am stärksten wachsenden Hotelgruppen, sehr große Anstrengungen „to develope the talent“. Die eigene Business School versucht in vierteljährlichen Intensivtrainings die Ausbildung und Entwicklung der Mitarbeiter, vom Lehrling über Facharbeiter, Abteilungsleiter bis zum Hotel Manager zu fördern. „Damit wollen wir natürlich die Qualität steigern, aber speziell auch die Mitarbeiter an unser Haus binden.“
Ein ganz wichtiger Punkt ist auch der Bereich Women in Leadership, wo bis 2016  eine 30% Quote erreicht werden soll. „Speziell bei Direktorinnen ist dies aber wegen der Arbeitszeiten schwierig. Derzeit werden intern Modelle erarbeitet, um Frauen in Führungspositionen der Hotellerie flexiblere Möglichkeiten anbieten zu können.“ berichtet die Direktorin.
Zurückkommend auf Herrn Martin weiß Frau Forstinger noch zu berichten, dass die organisatorische Abwicklung für die Überlassung ganz einfach und unkompliziert und fast weniger administrativer Aufwand war, als eine Direkteinstellung.

„Danke Job-TransFair. Das ist genau die Arbeit, die ich gesucht habe!“ strahlt Herr Mario Martin abschließend.


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Markus Makovcnik: „Das Projekt KÜMMEREI von Job-TransFair war für mich optimal!“

Mit Mitte 20 verschlug es den Kärntner Markus Makovcnik nach Wien,  nichts weiter im Gepäck als eine nicht fertige Ausbildung zum Raumausstatter. Nach etlichen Monaten erfolgloser Jobsuche wurde er von seiner AMS Betreuerin zu einem Kurs bei Job-TransFair zugebucht.

Schon nach drei Wochen bewarb er sich um die Aufnahme in die KÜMMEREI, einem sozialökonomischen Beschäftigungsprojekt von Job-TransFair, welches aber auch zur Arbeitserprobung von QuereinsteigerInnen dient.
"Die KÜMMEREI war für mich optimal! Dort konnte ich arbeiten und damit Berufspraxis sammeln, aber auch gleichzeitig nach einem Job suchen. Mit der KÜMMEREI haben wir zum Beispiel zwei große Schulen komplett ausgemalt und auch sonst einige Arbeiten erledigen können. Aber es wurde auch darauf geschaut, dass wir uns intensiv bewerben. So bin ich zu meinem Job gekommen. Und das Tollste war, dass mich gar nicht meine eigene Beraterin auf die Stelle bei der Fa. Schmidt aufmerksam gemacht hat, sondern eine Kollegin von ihr.“
 
Ein Ziel – Ein Job !

Hr. Günter Fettinger, Prokurist der Firma J.Schmidt,  berichtet über das fast zufällige Zustandekommen der Kooperation mit Job-TransFair: Im Zuge einer BFI-Veranstaltung kam das Thema auf Job-TransFair. Da wir damals gerade dringend einen Malerhelfer suchten und mir das Konzept von Job-TransFair gefiel, bat ich Herrn Mag. Lackinger, den Kontakt herzustellen. Wenige Tage später kontaktierte mich Fr. Ina Schubert von Job-TransFair und präsentierte mir den Lebenslauf von Herrn Makovcnik. Da die Eckdaten und auch das Vorstellgespräch passten engagierten wir Herrn Makovcnik. Die bürokratische Abwicklung war ganz einfach."

Und Markus Makovcnik hat noch ein ganz wichtiges Projekt: die fehlende Lehrabschlussprüfung. „Die will ich nachholen; das ist mein großes Ziel für das nächste Jahr. Ich hab‘ mir von der KÜMMEREI auch schon die Unterlagen geholt, wann und wo ich die Prüfung nachholen kann.“
Herr Nendwich, der Werkmeister der Malerei bestätigt, dass auch das Unternehmen großes Interesse daran hat „Einen ausgelernten Mitarbeiter kann ich überall einsetzen!“


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Brigitte Pickner: "Über 45 - NICHT zu alt für den Arbeitsmarkt"

Hier Frau Pickners Erfolgsgeschichte: 
Nachdem die 54jährige Wienerin Brigitte Pickner ihren Job als Kellnerin für die Pflege ihrer Eltern aufgeben musste, sammelte sie in über zweieinhalb Jahren mehr als 65 Absagen auf ihre Bewerbungen. Schlimmste Erfahrung war die Begrüßung eines Firmenchefs: „Sollten Sie nicht besser an die Pension denken?“.
Zum Glück ist Brigitte Pickner keine Frau, die schnell aufgibt. Die zwei erwachsenen Kinder und ihr Partner waren in dieser Phase eine wichtige emotionale Stütze, aber erst Job-TransFair konnte wirklich helfen.
 
Das Spezialangebot Job-TransFair Plus für ältere Arbeitssuchende


Arbeitszeit ist kompatibel mit Pflege der Eltern

Frau Pickner erfuhr von ihrer Betreuerin beim AMS Wien vom Spezialangebot Job-TransFair. Zusammen mit ihrer Personalberaterin Bernadette Csarman fand Frau Pickner innerhalb von drei Monaten ihren neuen Job im Betriebsbuffet der Raiffeisen Informatik GmbH. Die Arbeitszeiten vertragen sich gut mit ihren Pflege-Aufgaben. Frau Pickner schätzt außerdem das gute Betriebsklima und das Verständnis, das ihr von ihrem Chef sowie den Kolleginnen entgegen gebracht wird.
 
Nun strahlt Brigitte Pickner wieder. „Ich kann mir nichts Besseres vorstellen“, sagt die ehemalige Gastronomin, die als sog. „ältere Arbeitssuchende“ auch viele Rückschläge einstecken musste, über ihren neuen Job.


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Erwin Zergatsch: „Ich bin sehr froh darüber, dass ich durch Job-TransFair die Möglichkeit erhalten habe, die letzten Arbeitsjahre so zu verbringen.“

Nach vierjähriger Zeit als Transitarbeitskraft im Rahmen des Projekts Job-TransFair PLUS in die wohlverdiente Pension.

Wenn Erwin Zergatsch etwas Besonderes auszeichnet, dann ist das seine Zuverlässigkeit, die mit Hilfsbereitschaft ohne Wenn und Aber gekoppelt ist. Sein erstes Strategiegespräch mit seiner Personalberaterin liegt mittlerweile vier Jahre zurück. Dennoch können sich beide noch sehr gut daran erinnern.

Durch Verlässlichkeit zum Erfolg

Der gelernte Elektroinstallateur, der  zum damaligen Zeitpunkt auf 40 Jahre Berufserfahrung verweisen konnte, wurde von seinem Unternehmen, in dem er neun Jahre lang beschäftigt war, infolge von Stellenabbau gekündigt.
Von der Baustellenbewachung in die Volkshochschule.
Die zahlreichen Bewerbungen inklusive einiger Vorstellgespräche blieben leider erfolglos und so sind beide zu der Schlussfolgerung gekommen:  Für diese Branche ist Herr Zergatsch schlicht und einfach zu alt. Nach intensiven Überlegungen und einigen Coachings fand Herr Zergatsch mit dem Bewachungsdienst eine zukunftsorientierte Alternative. Bei einem Wiener Sicherheitsdienstleistungsunternehmen, in der Herr Zergatsch von Beginn an als Baustellenbewachung beschäftigt war, lernte man seine Arbeit sehr schnell schätzen. Aber nicht nur die.  In den vier Jahren gab es bei ihm keinen einzigen Fehltag, und wenn sein Telefon klingelte, ob er nicht für den einen oder anderen einspringen und dessen Dienst übernehmen könne,  war seine Antwort zu 99 Prozent ja.

„Ich bin sehr froh darüber, dass  ich durch Job-TransFair die Möglichkeit erhalten habe, die letzten Arbeitsjahre so zu verbringen“, meint Erwin Zergatsch, dessen Pläne für die Pension schon geschmiedet sind. „Ich werde mit Sicherheit ein Stammbesucher der Volkshochschule werden und  Türkisch lernen, meint er mit einem verschmitzten Lächeln.
(Gastbeitrag von Ina Schubert, seiner Personalberaterin und Teamleiterin-Stv. im Job-TransFair Vermittlungsteam 8)


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Yessi Pichardo: "In meiner Zeit bei Job-TransFair hat sich so viel Positives getan!"

Yessi Pichardo

TransFairiert als Hotelassistent im Hotel Le Meridien.

Yessi Pichardo ist waschechter Wiener mit karibischen Wurzeln. Geboren wurde er in der Dominikanischen Republik und nach Jahren in Wien absolvierte er dort auch das letzte Jahr seiner Schulausbildung inklusive Matura.

Familiäre Gründe führten zu einer Rückkehr nach Österreich, wo die Jobsuche leider problematisch verlief. Herrn Pichardos Matura wurde nicht anerkannt, und er konnte somit keinen Schulabschluss vorweisen. An seinem ersten Arbeitsplatz war er Schikanen und Mobbing ausgesetzt und kündigte. Etwas orientierungslos saß er im April 2012 bei seiner Personalberaterin Elisabeth Kostandinovic, die auf Anhieb von Herrn Pichardos freundlichem Auftreten beeindruckt war. Schnell kristallisierte sich Rezeptionist als attraktives Berufsfeld für ihn heraus und das Praktikum im Hotel Le Meridien wurde schon nach einer Woche zur Überlassung. Job-TransFair finanzierte ihm eine 2monatige Ausbildung zum Diplomierten Rezeptionisten und die Partnerfirma bot  ihm ab 1. März 2013 ein fixes Dienstverhältnis als Hotelassistent an.
 
Durch Schützenhilfe von Job-Transfair zum Mitarbeiter des Monats

Ende gut – alles gut? Leider nein.
Denn das Österreichische Bundesheer wollte Yessi Pichardo mit 7. Jänner 2013 zur Ableistung des Präsenzdienstes einberufen. Dies hätte ihn jedoch seine Einstellzusage gekostet und ihn dazu gezwungen, die neue Wohnung aufzugeben, die er mit Unterstützung seiner Sozialarbeiterin Carola Parrer gefunden hatte, und wieder zu seinen Eltern zu ziehen.
 
Die KollegInnen aus Team 5 wollte diese Situation nicht hinnehmen und intervenierten mit Zustimmung ihres Teamleiters direkt beim zuständigen Referenten im Verteidigungsministerium. Der Erfolg blieb jedoch aus, es kam zu keinem Entgegenkommen durch die Beamten des Ministeriums. Als einziger Ausweg verblieb ein Bittschreiben mit detaillierter Darlegung des Sachverhaltes direkt an den damaligen Verteidigungsminister Norbert Darabos.
 
Ein Mail vom Verteidigungsminister
Es dauerte gar nicht lang und Herr Pichardo bekam die erleichternde Mail aus dem Büro des Verteidigungsministers: Der Wehrdienst wird aufgeschoben, mit der Aussicht das Gardebataillon des österreichischen Bundesheeres zu verstärken.
 
Yessi Pichardo wurde erfolgreich per 1. März 2013 als Hotelassistent im Le Meridien integriert und kann beruhigt in die Zukunft sehen. Im Februar dieses Jahres wurde er sogar als Mitarbeiter des Monats geehrt.

 

 

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Dr. Rohullah Rahemi: "Die Zwischenstation Job-TransFair hat sich auf meinem Weg gelohnt."

Dr. med. Rohullah Rahemi

Turnusarzt im Evangelischen Krankenhaus Währing.

Dr. Rahemi hatte in Afghanistan ein Medizinstudium absolviert und arbeitete danach als Chirurg in Kabul. In Österreich war er als Verpacker und Produktionsmitarbeiter tätig und fand mithilfe von Job-TransFair wieder Anschluss in seinem eigentlichen Berufsfeld Medizin.

Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in Afghanistan war Dr. med. Rohullah Rahemi gezwungen, sein Heimatland zusammen mit seiner Frau zu verlassen. Es ging nach Österreich, wo er als Verpacker und Produktionsmitarbeiter arbeitete. Denn seinen eigentlichen Beruf als Chirurg konnte er in Österreich nicht ausüben, weil die Nostrifizierung – also die Anerkennung seines im Ausland erworbenen Studienabschlusses - fehlte.
 
Chirurg aus Kriegsgebiet erhält Turnusplatz

2010 reichte er den Antrag zur Nostrifizierung ein und musste im Rahmen dessen auch zahlreiche Lehrveranstaltungen an der Universität Wien absolvieren. Daher war es für ihn nicht mehr möglich, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen. Er bewarb sich jedoch sehr fleißig, jedoch längere Zeit erfolglos als Verpacker, Empfangs- und Produktionsmitarbeiter.

Im Februar 2012 kam er zu Job-TransFair und konnte wieder in seinem Metier Fuß fassen: Partnerunternehmen Univ.Prof.Dr. Michael Rogy, Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie, war auf der Suche nach einem medizinischen Assistenten und Dr. Rahemi passte aufgrund seiner Qualifikation perfekt ins Anforderungsprofil. Dr. Rahemi überbrückte bei Job-TransFair nicht nur die Zeit bis zum Abschluss seiner Nostrifizierung, sondern erhielt durch unseren Partnerbetrieb Dr. Rogy wertvolle fachliche und kollegiale Unterstützung. Inzwischen ergatterte er einen Turnusplatz am Evangelischen Krankenhaus in Währing und ist sehr glücklich mit seiner beruflichen Situation.

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Gyula Vass: "Ich bin froh, dass ich hartnäckig geblieben bin!"

Porträt Giulia Vass

Hochqualifiziert, Mitte 50 und arbeitslos. Mit diesem Schicksal wollte sich Informatiker Gyula Vass nicht abfinden. Mit Unterstützung des Projekts Job-TransFair PLUS schaffte er den beruflichen Neustart als Web-Programmierer an der Technischen Universität Wien.


Akademiker setzt auf Weiterbildung

Gyula Vass ist studierter Elektrotechniker (Dipl.-Ing.) und war zwei Jahrzehnte lang als Programmsystem-Entwickler in einem internationalen Industriekonzern in Wien tätig. 2004 musste er gehen, damals war er 54 Jahre alt. „Ich habe stark auf Weiterbildung gebaut und meine Arbeitslosigkeit mithilfe eines Studiums der Informatik an der TU Wien überbrückt“, erzählt Herr Vass. Doch der berufliche Neubeginn ließ dennoch längere Zeit auf sich warten. 2008 wurde er von seiner AMS-Beraterin auf das Projekt Job-TransFair PLUS aufmerksam gemacht.

Job-TransFair PLUS: Reife Leistung gesucht!

Das Projekt Job-TransFair PLUS unterstützt Personen kurz vor dem Pensionsantritt, die in der verbleibenden Zeit einer sinnvollen, Existenz sichernden Beschäftigung nachgehen möchten. Herr Vass nahm das freiwillige Angebot an, das ihm Unterstützung auf folgenden Ebenen bot:

  • Beratung hinsichtlich des Pensionsstichtages
  • Kompetenzenbilanz: Gemeinsam mit einem/r KompetenzberaterIn fördern TeilnehmerInnen ihre vielfältigen Fähigkeiten und Kenntnisse zutage, die sie sich im Laufe Ihres Lebens angeeignet haben.
  • Job-Coaching: Ein(e) PersonalberaterIn und ein(e) TrainerIn unterstützen TeilnehmerInnen mit Know-How und Gespür bei der Erarbeitung und Umsetzung ihrer Bewerbungsstrategie.
  • Fit-in-Rente-Paket: In Zusammenarbeit mit einer Arbeitsmedizinerin und mithilfe eines vielfältigen Bewegungsangebotes steigern TeilnehmerInnen ihr körperliches Wohlbefinden, damit sie die Pension gesund genießen können.

„Ich war offen für die praktische Unterstützung, die mir seitens Job-TransFair geboten wurde und habe es nicht bereut“, sagt Gyula Vass.

Mein Berater Martin Völkl hat sich persönlich für mich eingesetzt, um das Beste für mich heraus zu holen. Natürlich waren die Förderungen, die er Betrieben bei meiner Einstellung anbieten konnte, ein positiver Anreiz, der Türen geöffnet hat. Was als Halbtagsstelle als Technischer Mitarbeiter an der TU Wien begann, hat sich inzwischen zum Vollzeit-Pensum entwickelt. „Ich bin froh, dass ich hartnäckig geblieben bin und meine Jahre vor der Pension beruflich ausgelastet und glücklich verbringen kann“, sagt Gyula Vass. Sein Sohn schloss soeben ebenfalls ein Studium an der Technischen Universität ab – er wurde Informatiker (Dipl.-Ing.), wie sein Vater.

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