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28.03.2017

Unsere neueste Erfolgsgeschichte

Wilfried Schagl, transFairiert als Alleinbuchhalter im Pflegeheim der Kreuzschwestern Laxenburg

"Manchmal ist der Schritt zurück notwendig, um zwei Schritte nach vorne machen zu können!"

Eine Notfall-OP mit anschließenden Komplikationen schleuderte Wilfried Schagl mit 55 Jahren abrupt aus dem Berufsleben. Mit Unterstützung von Job-TransFair fand er nach insgesamt drei Jahren Zwangspause eine neue berufliche Herausforderung als Alleinbuchhalter im Pflegeheim der Kreuzschwestern Laxenburg.

„Ich bin noch nie so gerne arbeiten gegangen, wie jetzt“, schmunzelt Wilfried Schagl. Nach seinem Job-Einstieg im Jänner 2016 arbeitete er sich in ein neues Buchhaltungssystem ein und war von Anfang an fachlich gefordert. „Das Abwechslungsreiche in einem kleinen Betrieb war mir immer lieber als das Spezialistentum im Großbetrieb“, erzählt der gebürtige Bad Vöslauer.

50+ und klassisch überqualifiziert?

Über dreißig Jahre lang war Wilfried Schagl als „one man show“ in der Buchhaltung tätig, vor seinem körperlichen Zusammenbruch für einen gemeinnützigen Wiener Verein. „Wenn man seinen Job gut macht, ist man nur schwer ersetzbar, das ist ein schönes Gefühl“, erzählt er. Doch nach mehreren Operationen und einer langwierigen Phase der Rehabilitation wurde er dennoch gekündigt. Die folgenden Monate „Zuhause“ empfand er als persönliche Katastrophe. Neben den finanziellen Einbußen verlor er mit seinem Job einen wichtigen Teil seines Lebensinhalts. „Ich bin zwar begabt, mich selbst zu beschäftigen, aber irgendwann hatte auch ich Durchhänger“, erzählt Schagl. Die Suche nach einer neuen Stelle gestaltete sich zäh. Auf seine zahlreichen Bewerbungen erhielt er nur Absagen. „Klassisch überqualifiziert“ hörte er dabei des Öfteren.

Mit neuer Motivation und Offenheit zum Joberfolg!

Bei einer Berufsinformationsmesse für über 50-Jährige im Wiener Rathaus  stieß er am Informationsstand von Job-TransFair auf Personalberaterin Jacqueline Proksch. Nach einem kurzen Gespräch mit ihr, entschied er sich, das Job-TransFair- Betreuungsangebot wahrzunehmen. Die Zusammenarbeit mit seiner Personalberaterin empfand er dabei rückblickend als äußerst wertvoll und motivierend: „Vor allem die wöchentlichen Jobcoachings, wo ich Frau Proksch zeigen konnte, welche Bewerbungsaktivitäten ich konkret gesetzt hatte“, sagt Schagl. Nachlassen kam für ihn somit nicht mehr infrage.
Aus dem großen Pool von Job-TransFair Partnerfirmen konnte Jaqueline Proksch ihm nach etwa zwei Monaten den entscheidenden Vorstelltermin im Pflegeheim der Kreuzschwestern Laxenburg organisieren.

Ich war zunächst nicht sicher, ob ein geistlicher Orden als Arbeitgeber zu mir passt und habe das auch beim Vorstellungsgespräch thematisiert: „Erstens bin ich verpartnert, zweitens aus der Kirche ausgetreten und drittens seit fast 3 Jahren arbeitslos“, berichtete er seinen GesprächspartnerInnen. Doch keiner der genannten Punkte wurde seitens der Leitung als Ausschlussgrund für die Stelle gesehen. „Diese offene Haltung meiner Person gegenüber hat mich positiv überrascht“, erzählt Schagl. Im Oktober 2016 nahm er ein fixes Dienstverhältnis als Buchhalter im Pflegeheim der Kreuzschwestern Laxenburg an.

Menschen in einer ähnlichen Situation rät er vor allem, sich nicht unterkriegen zu lassen: „Manchmal ist der Schritt zurück notwendig, um zwei Schritte nach vorn machen zu können“.

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